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| Tipps rund ums Reisen in Bolivien (Stand: Sommer 2006) |
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Geschrieben von: Andi+Lena - 27.03.2007, 13:42 - Forum: Südamerika
- Keine Antworten
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La Paz und Umgebung
Neben den üblichen Sehenswürdigkeiten von La Paz empfiehlt sich ein Besuch im Coca-Museum (Nähe Ecke Sarganaga/Linares). Auf nette Weise und mit deutscher Übersetzung wird hier sowohl die wichtige Rolle des Coca in den Anden wie auch die Probleme des Cocainmissbrauchs sehr gut dargestellt. Nebenan im Restaurante „Hoja de Coca“ gibt es gute und günstige Menüs (1€) in netter Athmosphere.
In das am Stadtrand von La Paz gelegene „Val de Luna“ kommt man mit dem Colectivo Richtung Mallasa. Wenn man genug Zeit mitbringt, ist der Besuch des nahe gelegenen Kakteengartens sowie des Zoos durchaus lohnend.
Besonders schön ist ein Ausflug in die Palkaschlucht, nahe der Ortschaft Palka (ca. 1,5 Std. Fahrzeit von La Paz aus). Haben uns für diese Unternehmung einen Taxifahrer gemietet, der am Rande der Schlucht auf uns gewartet hat, um uns anschließend wieder mit zurück zu nehmen.
![[Bild: 69_bolivien026_1.jpg]](http://www.rocksports.de/forum/userpix/69_bolivien026_1.jpg)
La Paz
![[Bild: 69_bolivien040_1.jpg]](http://www.rocksports.de/forum/userpix/69_bolivien040_1.jpg)
Valle de Luna
![[Bild: 69_bolivien083a_1.jpg]](http://www.rocksports.de/forum/userpix/69_bolivien083a_1.jpg)
Palcaschlucht mit dem Illimani im Hintergrund
Yungas
Für die Fahrt in die Yungas bieten sich die angebotenen Mountainbiketouren an. Die Fahrt vom Ausgangspunkt La Cumbre (4700m) hinunter nach Yolossa (1200m) dauert ungefähr 6 Stunden und wird immer wieder durch kleine Pausen unterbrochen. Mit einem Kleinbus erreicht man anschließend Coroico. Die Tour kostet etwa 30 – 40 € pro Person.
In Coroico lässt es sich auf der Terasse des Restaurantes „Backstube“ von Detlef bei heimischem Essen (Pfeffersteack mit Spätzle 3,5 €) sehr gut aushalten.
Von Coroico aus kann man schön wandern. Eine Wanderung führt vom Ort aus durch Plantagen ins Tal hinab. Dort kann man über eine Hängebrücke in den Yungawald hinaufsteigen. Man passiert zwei kleine Ortschaften und geht durch Cocafelder wieder hinab ins Tal. Von dort aus kann man mit einem Colectivo nach Yolossa fahren, und von da aus zurück nach Coroico.
![[Bild: 69_bolivien369d_1.jpg]](http://www.rocksports.de/forum/userpix/69_bolivien369d_1.jpg)
Mountainbiketour in die Yungas
![[Bild: 69_bolivien425_1.jpg]](http://www.rocksports.de/forum/userpix/69_bolivien425_1.jpg)
Cocaplantagen bei Coroico
Rurrenabaque (Pampa, Dschungel)
Eine Reise nach Rurrenabaque ist ein Kontrast zum kargen Hochland und relativ gut zu erreichen. Mit dem Flugzeug ist man von La Paz aus in ca. 1 Std. dort (ca. 60 $) mit dem Bus dauert die Anreise ca. 16 Std. ( ca10 €).
In Rurrenabaque gibt es gutes Essen, vor allem frischen Fisch aus dem Rio Beni (ca. 1 €).
Von Rurrenabaque kann man Ausflüge in die Pampa und in den Dschungel machen. Eine Pampatour dauert drei Tage und kostet ca. 20 $ pro Tag pro Person. Mit dem Jeep fährt man 3 Std nach Santa Rosa und anschließend mit einem Motorboot auf dem Rio Yacumo in das Camp. Auf dem Fluss kann man viele Tiere beobachten (Kaimane, Affen, Capibarras, Flussdelphine, Vögel). Am zweiten Tag geht man auf Anacondasuche. Am letzten Tag werden Piranhas geangelt und gegessen. Dann geht es zurück nach Rurenabaque.
Dschungeltouren kosten das gleiche wie Pampatouren. Mit dem Motorboot geht es auf dem Rio Beni in den Dschungel. Touren sind sind ab zwei Tagen möglich. Ab ca. vier Tagen geht man vom Ufer aus mit kleinen Zelten weiter in den Dschungel. Für Dschungeltrekking sollte man ein gewiises Maß an Kondition und guten Mückenschutz mitnehmen.
Buchbar sind alle Ausflüge sowohl in La Paz, z.B. bei Eco Jungle Tours (Evelin ist seht nett und bemüht), wie auch direkt vor Ort.
![[Bild: 69_bolivien449d_1.jpg]](http://www.rocksports.de/forum/userpix/69_bolivien449d_1.jpg)
Kaiman am Ufer des Rio Yacumo
![[Bild: 69_bolivien593_1.jpg]](http://www.rocksports.de/forum/userpix/69_bolivien593_1.jpg)
Unterwegs durch den Dschungel
Salar de Uyuni
Eine Salar-Tour mit dem Jeep ist ein absolutes Highlight in Bolivien. Man sieht in kurzer Zeit viele tolle Naturschauspiele, wie z.B. den Salar, Riesenkakteen auf der Isla del Pescado, farbige Lagunen, Flamingos, Geysire und vieles mehr. Die gesamte Tour bewegt sich meist über 4000m, die Geysire liegen sogar über 5000 m.
Wir haben eine drei Tagestour mit der Agentour „El Desierto“ unternommen. Der Preis beträgt 70 $ pro Person, alles eingeschlossen. Die Tour ist auch von La Paz aus buchbar bei Eco Jungle Tours. Unser Führer war sehr nett und das Essen gut. Für die Nächte empfiehlt sich ein warmer Schlafsack sowie eine warme Jacke.
![[Bild: 69_bolivien641_1.jpg]](http://www.rocksports.de/forum/userpix/69_bolivien641_1.jpg)
Unterwegs auf dem Salar
![[Bild: 69_img1305_1.jpg]](http://www.rocksports.de/forum/userpix/69_img1305_1.jpg)
Laguna Colorado
Potosi
In Potosi ist der Besuch einer Mine ein eindrucksvolles Erlebnis, dass einen zu Nachdenken anregt. Die Führung kostet 10 $ pro Person. Davon geht ein Teil des Geldes direkt an die Minencooperative, um damit die Arbeitsbedingungen zu verbessern. Bevor man in die Mine geht, besucht man den Markt der Mninenarbeiter. Hier kann man ein Paar Dinge kaufen, die man den Arbeitern mitbringt, z. B. Getränke, Cocablätter, Zigaretten, Cocablätter, Dynamit.
Empfehlenswert ist der Führer Julio Caesar. Er war mit der erste Minenführer in Potosi und hat früher selbst dort gearbeitet. Wir waren bei unserer Führung lediglich zu zwei in einer Mine in der sonst keine Touristen waren und sind nicht wie andere Touristen in einem eigenen Minibus, sondern mit dem öffentlichen Arbeiterbus gefahren. Julio hat uns viel über das Leben der Mineros und Bolivien erzählt. Er spricht sehr gut Englisch. Kontakt über seine eigene relativ neue Agentur „Greengo Tours“ in Potosi.
![[Bild: 69_bolivien799_1.jpg]](http://www.rocksports.de/forum/userpix/69_bolivien799_1.jpg)
Cerro Rico
![[Bild: 69_bolivien794_1.jpg]](http://www.rocksports.de/forum/userpix/69_bolivien794_1.jpg)
Bweim Einkaufen auf dem Markt der Minenarbeiter
![[Bild: 69_bolivien812_1.jpg]](http://www.rocksports.de/forum/userpix/69_bolivien812_1.jpg)
In der Mine
Sucre
Sucre ist eine Stadt mit europäischem Flair.
Im „Casa de Libertad“ gibt es gute Führungen über die Geschichte Boliviens, auch auf Englisch.
Auch die Dinosaurierspuren am Stadtrand sind einen Besuch wert.
![[Bild: 69_bolivien838_1.jpg]](http://www.rocksports.de/forum/userpix/69_bolivien838_1.jpg)
Parlamentsgebäude in Sucre
![[Bild: 69_bolivien844_1.jpg]](http://www.rocksports.de/forum/userpix/69_bolivien844_1.jpg)
Dinosaurierspuren am Stadtrand
Cochabamba
Cochabamba ist aufgrund des Klimas und des guten kulinarischen Angebotes einen Besuch wert. Am besten isst man am Prado, dort werden viele gute lokale Gerichte serviert. Tipp: Casa de Picante – hier gibt’s zB: Meerschweinchen, Lamm, Ochsenschwanz und vieles mehr für ca 3 €.
![[Bild: 69_bolivien861_1.jpg]](http://www.rocksports.de/forum/userpix/69_bolivien861_1.jpg)
Innenstadt von Cochabamba
![[Bild: 69_bolivien862a_1.jpg]](http://www.rocksports.de/forum/userpix/69_bolivien862a_1.jpg)
Meerschweinchen
Titikakasee
Von La Paz gibt es mehrmals täglich Verbindungen nach Copacabana. Dort lässt es sich am Strand sehr gut Forelle essen (1,5 €). Die Überfahrt zur Isla del Sol ist um 9:00h möglich (10 Bs). Wenn man genügend Zeit hat kann man dort auch übernachten.
![[Bild: 69_bolivien872_1.jpg]](http://www.rocksports.de/forum/userpix/69_bolivien872_1.jpg)
Blick auf Copacabana
![[Bild: 69_bolivien879_1.jpg]](http://www.rocksports.de/forum/userpix/69_bolivien879_1.jpg)
Unterwegs auf der Isla del Sol[url][/url]
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| 10.-11.03.2007 Gr. Drusenturm Skitour |
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Geschrieben von: Zwerggäuer - 12.03.2007, 11:38 - Forum: Schweiz
- Keine Antworten
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Langsam haben sich die Eisfälle im Allgäu und den anderen nahe gelegenen Eisklettergebieten wieder in Wasserfälle verwandelt und die Lust auf schweres Felsklettern ist auch noch nicht so Richtig da. Also alle Zeit die im Herbst erworbene Tourenski ausgiebig zu testen.
Am Sonntag versprach das Wetter hervorragend zu werden. Ich schnappte mir Bertel, der schon ganz wild darauf war gelerntes im freien Feld anzuwenden. Mein erkorenes Ziel war der große Drusenturm im Rätikon. Der Neuschnee lies auf gute Verhältnisse hoffen.
Um es Konditionell etwas auseinander zu ziehen, übernachteten wir auf der Lindauer Hütte, die ganz toll vom Thomas Beck geführt wird, er schafft es auch bei großem Andrang Gemütlichkeit zu verbreiten.
Am nächsten Tag empfängt uns der Tag mit einem Wolkenlosen Himmel und einem prächtigen Sonnenaufgang. Wir sind nicht mehr zu halten.
![[Bild: 5_Morgen_1.jpg]](http://www.rocksports.de/forum/userpix/5_Morgen_1.jpg)
Nur zwei Grüppchen vor uns, einer davon ein ganz alter Hase und Kenner der Rätikon Berge. Er übernahm das Spuren, dank dir vielmals.
Das Tagesziel sah man schon von der Hütte aus, aber noch liegen 1100m zwischen uns.
![[Bild: 5_Tagesziel_1.jpg]](http://www.rocksports.de/forum/userpix/5_Tagesziel_1.jpg)
Die Spuranlage führte erst durch Schatten aber bald dann auch in der morgendlichen Sonne, ungewöhnlich für so a Nordwandgesicht

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![[Bild: 5_Noch_Schatten_1.jpg]](http://www.rocksports.de/forum/userpix/5_Noch_Schatten_1.jpg)
![[Bild: 5_schon_Sonne_1.jpg]](http://www.rocksports.de/forum/userpix/5_schon_Sonne_1.jpg)
Abwechslungsreich ist die Tour allemal und Landschaftlich super schön.
![[Bild: 5_Aufstieg_1.jpg]](http://www.rocksports.de/forum/userpix/5_Aufstieg_1.jpg)
![[Bild: 5_klTurm_1.jpg]](http://www.rocksports.de/forum/userpix/5_klTurm_1.jpg)
Die Spur durch den lockeren Pulverschnee war eine Augenweide und so kamen wir sehr gut vorwärts, nur eine kleine Wandstufe hielt kurz auf. Es hieß Ski schultern und ein wenig Schneeklettern, tolle Abwechslung.
![[Bild: 5_querung_1.jpg]](http://www.rocksports.de/forum/userpix/5_querung_1.jpg)
![[Bild: 5_Spuren_1.jpg]](http://www.rocksports.de/forum/userpix/5_Spuren_1.jpg)
.
![[Bild: 5_Wandl_1.jpg]](http://www.rocksports.de/forum/userpix/5_Wandl_1.jpg)
Dieses Wandl führt uns aber direkt in den Sporertobel. Toll was die Natur hier schuf.
![[Bild: 5_Sporertobel_1.jpg]](http://www.rocksports.de/forum/userpix/5_Sporertobel_1.jpg)
Am Ende wird der Tobel doch recht steil, also nochmal die Ski runter und hochtragen, aber beim Runterschauen kann man schon erahnen was für eine Wahnsinns Abfahrt da auf einen wartet

.
![[Bild: 5_Targepassage_1.jpg]](http://www.rocksports.de/forum/userpix/5_Targepassage_1.jpg)
![[Bild: 5_Sporertobel_oben_1.jpg]](http://www.rocksports.de/forum/userpix/5_Sporertobel_oben_1.jpg)
Aber erst ging es ja noch an Gipfel. Und die tolle Aussicht auf die die umliegenden Berge nah und fern genießen.
![[Bild: 5_Gipfel_1.jpg]](http://www.rocksports.de/forum/userpix/5_Gipfel_1.jpg)
![[Bild: 5_Sulzfluh_1.jpg]](http://www.rocksports.de/forum/userpix/5_Sulzfluh_1.jpg)
![[Bild: 5_Ausblick_1.jpg]](http://www.rocksports.de/forum/userpix/5_Ausblick_1.jpg)
![[Bild: 5_berteluStef_1.jpg]](http://www.rocksports.de/forum/userpix/5_berteluStef_1.jpg)
Nach kurzer Verweildauer am Gipfel haben wir dann den Ritt durch den teils Schenkel hohen staubtrocken Pulverschnee angetreten. Es war zu schreien geil.
![[Bild: 5_Powder_1.jpg]](http://www.rocksports.de/forum/userpix/5_Powder_1.jpg)
![[Bild: 5_Skisuche_1.jpg]](http://www.rocksports.de/forum/userpix/5_Skisuche_1.jpg)
Nun gut wenn man's übertreibt, muß man manchmal auch sein Ski wieder suchen

.
Die Oberschenkel waren dann aber schon froh wieder an der Hütte zu sein und über die gut getretene Rodelbahn runterrutschen zu können.
![[Bild: 5_Zurck_1.jpg]](http://www.rocksports.de/forum/userpix/5_Zurck_1.jpg)
Die Sulzfluh verabschiedete sich und mir bleibt nur zu sagen, WAS FÜR A LESSIGE SKITOUR.
Servus Stef.
![[Bild: 5_adjoe_1.jpg]](http://www.rocksports.de/forum/userpix/5_adjoe_1.jpg)
![[Bild: 5_Tourbersicht_1.jpg]](http://www.rocksports.de/forum/userpix/5_Tourbersicht_1.jpg)
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| Rubihorn-NW, leichte, mittlere Durchstiegsvariante |
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Geschrieben von: Alban - 17.02.2007, 16:34 - Forum: Deutschland
- Keine Antworten
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Nachdem Peter und ich zum wiederholten Male aufgrund einbrechender Dunkelheit unser Projekt einer Neutour im linken Wandteil nicht beenden konnten suchten wir nach einer leichten Zustiegsmöglichkeit zu dem noch fehlenden Wandteil. Dabei fanden wir gestern eine Variante welche in Kombination mit dem Notausstieg der „Carpe diem“ einen allgemein recht leichten kompletten Wanddurchstieg vermittelt und dabei nie schwerer als ca. M3+ ist.
Für diese Variante steigt man zunächst über die „klassische Nordwand“ bis zum Stand nach der zweiten Länge (vor dem Quergang nach rechts). Dann folgt man der „Carpe diem“ über die leichte Querung nach links bis zu ihrem ersten Stand (2 BH mit Schlinge). Nun weiter sehr einfach das große Schneefeld nach links aufwärts bis zu dem Ende in einer Art Kessel. Ab hier links aufwärts auf den Rücken, welcher die Sicht nach links begrenzt. Auf dem Rücken sind Standmöglichkeiten (mit Felshaken einzurichten). Ab hier sind es nun etwa 60-65m den Rücken empor. Nette Kletterei ca. M3, welche gut mit Camelots, Köpleschlingen und Sanduhrschlingen/Latschenschlingen abgesichert werden kann. Wenn man ganz emporzieht zu den Felsen kommt man an einen Stand mit BH und einem Uralt-Haken. (Gibt da wohl ne alte Tour direkt die Felsrippe hoch). Dieser BH auf dem Band ist als Notausstiegsvariante der weiter links verlaufenden Projektroute mit der „Carpe diem“ gedacht. Von diesem Stand kann man leicht nach rechts queren in den Kessel mit der markanten Rampe des „Notausstieges“ der „Carpe diem“. Stand ist etwa nach 35m am Wandbuch der „Carpe diem“ möglich. Ab hier bietet sich nun die Möglichkeit über die breite Rampe nach links aufwärts den oberen Firnteil zu erreichen. Die Rampe hat etwa 2 lange Seillängen und ist eigentlich nie schwerer als M3 (an Einzelstellen). Kann aber wegen reichlich Gras angenehm begannen werden. Standplätze sind hier aber selbst einzurichten.
In Kombination dieser Wandvarianten ergibt sich ein Wanddurchstieg der sogar etwas leichter als die „klassische Nordwand“ ist jedoch nicht den Schönheitsfehler hat, ab der unteren Wandhälfte nur noch Schneegestapfe zu sein. Also eine echt gute Alternative mit insg. Längerer Kletterei. Der Firn/Latschenteil oben ist jedoch gleich mühsam, allerdings etwas kürzer.
Wir haben uns weiter links in unserem Projekt versucht und hatten gehofft die Tour nun im 3. Anlauf fertig stellen zu können. Leider hat uns die lange,schwere 9. Verschneidungs-Seillänge dermaßen aufgehalten, dass wir nach der halben 10. Länge (Querung unter dem großen gelben Wandausbruch/Überhang) wegen Dunkelheit umkehren mussten. Projektschlinge am letzten Umkehr-Ring-BH hinterlassen. Über die Abseilpiste der Carpe diem (Mit jeweils einem zweiten BH ab Wandbuch nachgebessert) war jedoch ein Rückzug problemlos zum Wandfuß möglich. Es fehlen nun noch etwa 40m bis zum Ausstieg aus dem Felsgürtel, welcher jedoch auch nicht geschenkt aussah.
Die Tour ist derzeit bis zum Ende der 9. Länge mit BH abgesichert. Nach der 8. Seillänge kann auf dem Querband über den beschriebenen Zwischenstand in etwa 60m das Wandbuch der Carpe diem erreicht werden und die Wand ab hier auf anderen Varianten durchstiegen werden. Wer Lust hat diese Varianten zu klettern dem kann ich gern Infos geben. Die bis dato fertiggestellten Seillängen sind schwerer als die „Carpe diem“ und auch schwerer als der „Isidor-Hacker-Gedenkweg“ (andere Vergleichsmöglichkeiten ähnlicher Kletterei fehlen mir im Allgäu). Die 4.Länge bietet elegante Verschneidungskletterei die gut zusätzlich mit Camelots und Keilen absicherbar ist. Sofern Eis vorhanden im Ausstieg aus der Verschneidung sehr schön zu klettern. Wenn das Eis fehlt wird es hier etwas anspruchsvoller. Die M5+/6-Stelle ist im senkrechten mitteleren Teil der Verschneidung.
Die derzeitige Schlüsselseilänge stellt die 9. dar. Es ist eine 45m lange, geneigte Verschneidung mit plattiger rechter Begrenzungswand. Sie ist kontinuierlich schwer und nur schlecht mit mobilen Sicherungsmitteln und NH abzusichern. Wir haben daher 8BH hinterlassen. Trotzdem ist technisch klettern nur erschwert möglich (oder sehr zeitaufwendig) und M5/5+ obligat zu klettern zw. den Bh.
Derzeitige Schwierigkeiten des Projekts „Ruby Tuesday“ (in Anlehnung an das Lied der Stones):
1.Länge: 35-40m, M2-3, 50 Grad Eis/Firn (sofern vorhanden), 1 Stand-BH
2. Länge: 60m, 60-75 Grad Eis (meist zumindest dünnes Eis vorhanden), 1 Stand-BH
3. Länge: 60m, M4+, 2 BH, 1 NH, 2 Stand-BH
4. Länge: 40m, M6 (Einzelstelle, sonst M4-M5), 2 NH, 3 BH, 2 Stand-BH
5. Länge: 30m, M4+, 4 BH, 2 Stand-BH
6. Länge: 40m, M4, 4 BH, 2 Stand-BH
7. Länge: 55m, M1-2 bzw. Firn 25-30 Grad, 1 Stand-BH
8. Seillänge: 50m, M1-2, 2 Stand-BH
(Nach rechts Ausquerungsmöglichkeit zur Carpe diem in waagrechtem 60m Quergang (M2)
9. Seillänge: 55m, M5+/6 (mehrere Stellen), 1NH, 8BH, 2 Stand-BH
Zu den Bildern: von links nach rechts:
rosa: Projekt, "Ruby Tuesday" bis zum Umkehrpunkt
rot: leichte mittlere Variante
grün: Notausstieg über Rampe, der "Carpe diem"
gelb: Carpe diem
orange-braun: "klassische Nordwand"
![[Bild: 10_Kopie_von_Mittlere_Variante_rot.jpg]](http://rocksports.de/forum/userpix/10_Kopie_von_Mittlere_Variante_rot.jpg)
![[Bild: 10_Kopie_von_Frontalbild_mittlere_Variante_rot.jpg]](http://rocksports.de/forum/userpix/10_Kopie_von_Frontalbild_mittlere_Variante_rot.jpg)
Vielleicht klappts ja noch diesen Winter.
Gruß Alban
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| 11.02.07 Brandnertal Lünersee |
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Geschrieben von: Zwerggäuer - 13.02.2007, 00:35 - Forum: Österreich
- Keine Antworten
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Nun im Brandnertal angekommen und nach einer etwas feuchten Nacht, geht´s hoch an die Talstation der Lünerseebahn. Der Weg dorthin an der Flüh vorbei ist ganz nett aber auch weit. Es lohnt sich einen Rodel mit zu nehmen, der vereinfacht dann den Abstieg über die eingerichtete Rodelbahn.
An der Seilbahn fällt als erstes der Seilbahnfall auf.
![[Bild: 5_Seilbahnfall.jpg]](http://rocksports.de/forum/userpix/5_Seilbahnfall.jpg)
Er scheint in den letzten Jahren nicht mehr so fett zu wachsen, man könnte sich aber vorstellen, dass er in sehr wasserreichen Saisons eine bis zu 300m lange Tour ergibt. Momentan sind wahrscheinlich nur 200m kletterbar.
Wir haben uns aber für die kürzeren Sachen entschieden, da das Wetter nicht so recht wusste was es machen wollte.
Als erstes gibt es einen Fall direkt über der Station, ganz im Eck hatte es ein paar, mehr oder minder, lohnende Steilstufen und ein bisschen dünnes Eis bis zu einer Standschlinge (sehr alt).
![[Bild: 5_unbekannt.jpg]](http://rocksports.de/forum/userpix/5_unbekannt.jpg)
Leider war die folgende Säule schon arg mitgenommen. Die wäre sehr schön gewesen, hätte aber meinen fetten Wanst sicher nicht ausgehalten.
![[Bild: 5_unbekannt_nachStufe.jpg]](http://rocksports.de/forum/userpix/5_unbekannt_nachStufe.jpg)
![[Bild: 5_unbekannt_vorstand.jpg]](http://rocksports.de/forum/userpix/5_unbekannt_vorstand.jpg)
Nach dem Abseilen schauten wir uns noch ein wenig um. Ca. 200m nach rechts gab eine Felsrinne immer mehr den Blick auf ein sehr elegantes Eisgebilde frei. Nicht umsonst nennt es sich Eisfee.
![[Bild: 5_Eisfee.jpg]](http://rocksports.de/forum/userpix/5_Eisfee.jpg)
Klar, dass wir da noch hochkraxeln.
![[Bild: 5_Frank_Eisfee_1SL_1.jpg]](http://rocksports.de/forum/userpix/5_Frank_Eisfee_1SL_1.jpg)
Frank staunt nicht schlecht, als er seine erste Schraube in dem vermeintlich meterdicken Eis voll auf Grund setzt. Ok, Eis nicht sehr dick... gut im Alter vergisst man das gerne nach einiger Zeit wieder

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![[Bild: 5_Frank_Eisfee_1SL_2.jpg]](http://rocksports.de/forum/userpix/5_Frank_Eisfee_1SL_2.jpg)
Im weiteren bleibt die Kletterei sehr schön. Das Eis ist mal dicker mal dünner, so bleibt es auch ein wenig spannend.
Ich entscheide mich dann noch die etwas verschärfte linke Säule zu klettern. Die erste Querung war schon etwas wacklig, aber als oben das Eis plötzlich aus war und ich wieder eine Querung hinlegen musste, war ich dann schon froh wieder in dickerem Eis zu stehen. Frank querte dann weiter oben, aber auch nicht eleganter

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![[Bild: 5_Frank_Eisfee_2SL_1.jpg]](http://rocksports.de/forum/userpix/5_Frank_Eisfee_2SL_1.jpg)
![[Bild: 5_Frank_Eisfee_2SL_2.jpg]](http://rocksports.de/forum/userpix/5_Frank_Eisfee_2SL_2.jpg)
![[Bild: 5_Frank_Eisfee_2SL_3.jpg]](http://rocksports.de/forum/userpix/5_Frank_Eisfee_2SL_3.jpg)
![[Bild: 5_Frank_Eisfee_2SL_4.jpg]](http://rocksports.de/forum/userpix/5_Frank_Eisfee_2SL_4.jpg)
Abstieg, abseilend mittels Eissanduhr. Geht eigentlich ganz gut.
Die Eisfee ist mit ihren 100m ist eine sehr lohnende Tour dort oben. Wenn die andere Route auch gut gewachsen ist, lohnt sich der lange Weg allemal. Zudem es schon um einiges kälter ist als an der Flüh.
Viel Spaß im Eis und auch sonnst,
Frank und Stef .
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