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Nordkap und Lofoten 2015
#1
Am kommenden Montag, 18.05.15 starten wir zu unserer nächsten größeren Radtour. Mit der Bahn geht es nach Rostock und am nächsten Tag setzen wir mit der Fähre nach Gedser in Dänemark über.
Dort starten wir mit unsern Rädern und über Kopenhagen geht es bei Helsingborg durch Südschweden bis nach Stockholm. Ca. 12 Stunden dauert von hier aus die Überfahrt mit der Fähre nach Turku in Finnland. Ab hier geht es zunächst an der Ostsee entlang und immer weiter nach Norden, bis wir Norwegen erreichen, um von dort an das Nordkap zu gelangen. Von Honningsvag geht es mit einem Schiff der Hurtigruten in 27-stündiger Fahrt nach Harstad. Ab hier geht es wieder mit dem Rad über die Vesteralen und Lofoten. In Bodö erreichen wir wieder das norwegische Festland und über Trondheim und Lillehammer geht es hinunter nach Oslo.
Ob es von hier aus mit der Fähre zurück nach Kiel geht oder ob wir mit dem Rad noch weiter fahren hängt vor allem davon ab, wie es uns bis dahin ergangen ist, da wir in diesen Breiten nicht nur mit Sonnentagen rechnen können.
Wir werden sehen, wie sich das ganze entwickelt.

   
Fahrt zum Nordkap

   
Rückfahrt vom Nordkap
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#2
18.05.2015 Rostock 8,5 km 30 Hm
Nach 11 ½ stündiger Bahnfahrt mit dem IC mit zweimaligem Umsteigen erreichten wir fast pünktlich um 18:45 Uhr Rostock. Bei leichtem Nieselregen und kühler Temperatur mussten wir noch 5 Km bis zu unserem Landgasthof, den wir schon von zu Hause gebucht hatten, fahren. Unser noch ungewohntes Gepäck und die nassen Straßen mit Kopfsteinpflaster, ließen uns sehr vorsichtig fahren. Mit einem guten Abendessen in unserem Gasthof beschlossen wir den Anreisetag.

   



19.05.2015 Rostock – Fähre nach Gedser – Koge 135 km und 559 Hm

Nach einem guten Frühstück ging es bei Nieselregen um 7:15 Uhr zum 15 Kilometer entfernten Fährhafen von Rostock. Dort kauften wir die Tickets für die Überfahrt nach Gedser (Dänemark) und bezahlten dafür für uns und unsere Räder zusammen 14,-- €. Kurz nach 9 Uhr legte die „Kronprinz Frederik“ von Scandlines ab und schon nach knapp zwei Stunden erreichten wir Gedser, den eigentlichen Beginn unserer Tour.
Durch eine landwirtschaftlich geprägte Strecke führte unsere Route über meist gute Radwege oder wenig befahrene Nebenstraßen. Herrlich waren die riesigen, gelb blühenden Rapsfelder anzusehen, die immer wieder aus dem satten Grün der Wiesen und Getreidefelder herausstachen. Die Häuser in den kleinen Orten sind oft reetgedeckt und stehen auf gepflegten Grundstücken.
Der überwiegend vorherrschende Rückenwind erleichterte und das Vorwärtskommen und nur in der Mittagszeit fiel etwas Regen, ansonsten herrschte ein Mix aus Sonne und Wolken vor. So erreichten wir Koge, wo wir auf dem Campingplatz als einziges Zelt unter kamen.

   
Fahrt zur Fähre

   
Auf der Fähre angekommen

   
Der erste Regen fällt kurz nach der Abfahrt von Gedser

   
3,2 km lange Brücke mit Radspur

   
Herrliche Landschaft mit blühendem Raps

   

   
Campingplatz in Koge


20.05.2015 Koge – Kopenhagen 54,6 km und 57 Hm
Nach einer recht frischen Nacht machten wir uns um 9 Uhr auf den Weg nach Kopenhagen. Bei Seitenwind erreichten wir nach ca. 2 Stunden die dänische Hauptstadt. Fast durchweg auf guten Radwegen ging es immer flach dahin. Da der Campingplatz, der sich in einem Fort befindet 5 Kilometer außerhalb der Stadt liegt, besichtigten wir einen Großteil der Sehenswürdigkeiten während der Durchfahrt durch die Stadt. Kopenhagen wird von unzähligen Radwegen durchzogen.
Gegen 14 Uhr erreichten wir den Carlottelund Fort Campingplatz, auf dem wir uns recht sicher fühlen können, da er von zahlreichen Kanonen bewacht wird.

   
Kopenhagen

   
Schloss Christiansborg

   
Kopenhagen

   
Wir wurden mit Musik begrüßt

   
Frederiks Kirche

   
Kleine Meerjungfrau

   
Unser gut bewachter Zeltplatz
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#3
21.05.2015 Kopenhagen – Örkelljunga 104,1 km und 422 Hm
Wir verließen den Campingplatz in Kopenhagen gegen 8:45 Uhr und erreichten nach 37 Kilometern immer in der Nähe der Küste Helsingor. Von dort ging es mit der Fähre in 20 Minuten über den Öresund nach Helsingborg in Schweden, wo wir voraussichtlich die nächsten 8 Tage bis Stockholm verbringen werden.
Dank unseres GPS fanden wir immer wieder auf unsere geplante Route und ersparten uns manchen Umweg. Auf landschaftlich oft einsamer und hügeliger Strecke, die über Radwege und verkehrsarme Straßen führte, erreichten wir mit 2 Regenpausen unser Ziel in Örkelljunga. Zum Glück meinte es aber der Wind gut mit uns und wir sparten dadurch einige Kräfte. Immer wieder zogen dunkle Wolken auf und es tröpfelte immer kurz. Deshalb mieteten wir uns auf dem Campingplatz ein kleines Häuschen für 220,--SEK incl. Strom und Heizung. Ein Zeltplatz würde 170,--SEK kosten. Die Temperaturen kletterten zwar bei Sonnenschein bis auf 17°C, da es aber meist stark bewölkt war gingen sie bis auf 12°C zurück.

   
Auf der Strecke nach Helsingor

   

   
Es geht zur Fähre nach Schweden

   
Ankunft in Helsingborg/Schweden

   
Unsere Hütte in Örkelljunga


22.5.2015 Örkelljunga – Värnamo 126,8 km und 458 Hm
Zunächst bei Nebel und später bei starker Bewölkung starteten wir um 7:30 Uhr zu unserer nächsten Etappe durch Südschweden. Die Temperaturen schwankten zwischen kühlen 8°C und 13°C und durch den strammen Wind der teils von hinten oder von der Seite kam empfanden wir es recht kalt. Die Steigungen durch welliges Gelände waren moderat und so erreichten wir durchgefroren den Campingplatz von Värnamo. Man berichtete uns, dass es seit hundert Jahren der kälteste Mai in Schweden ist. Wir buchten wieder ein Häuschen, in dem es mollig warm ist.

   
Unterwegs nach Värnamo

   
Es wehte ein kalter Wind


23.5.2015 Värnamo – Jönköping 88,6 km und 559 Hm
Nachdem es in der Nacht geregnet hatte, waren wir sehr froh, kein nasses Zelt zusammen packen zu müssen. Unsere Route führte uns größtenteils durch Waldgebiete mit wenigen Häusern oder Orten. Der Wind blies uns meistens in den Rücken und so kamen wir auf der welligen Strecke recht gut vorwärts. Vielfach verlief die Strecke auf Nebenstraßen und auch auf einsamen Waldwegen. Die Natur ist hier noch einiges zurück, manche Bäume haben noch fast kein Laub. An idyllischen Seen und schön angelegten Golfplätze ging es vorbei was uns etwas Abwechslung bot. Zum Vätterensee ging es steil hinunter auf den Campingplatz direkt am See. Hier nahmen wir uns ein kleines Zimmerchen, denn die Temperaturen lagen zwischen 10°C und 17°C tagsüber trotz zeitweise sonnigen Abschnitten am heutigen Tag. Nachts kühlt es bis auf 3°C ab.

   
Viele Seen liegen an unserer Route

   
Abseits der Strasse

   
Wir erreichen Jönköping am Vätternsee

   
Abendstimmung am Vätternsee


24.05.2015 Jönköping - Motala 112 km und 658 Hm
Erstmals schien schon beim Aufstehen kurz vor 6 Uhr die Sonnen von einem wolkenlosen Himmel. Hier wird es z. Zt. Schon um 3:30 hell, so dass das frühe Aufstehen leichter fällt. Die Route führte heute überwiegend am Westufer des Vätternsees entlang aber immer wieder verlief die Straße etwas abseits über einige Hügel, so dass doch einige Höhenmeter zusammenkamen. Der Wind unterstützte auch heute das Vorwärtskommen doch die Temperaturen lagen noch lange Zeit im einstelligen Bereich und erst als wir die Waldzone verließen und das Gelände offener wurde, stiegen die Temperaturen bis auf 16°C an. Nur wenige Orte streiften wir am Vätternsee, der knapp 4 mal so groß wie der Bodensee ist.

   
Am Westufer des Vätternsees

   
Abseits vom See wird es hügliger

   

   
Vadstena

   
Unsere Route durch Schweden
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#4
25.05.2015 Motala - Norrköping 89,3 km und 542 Hm
Die ganze Nacht über regnete es, so dass wir etwas länger liegen blieben und erst um 8:30 Uhr losfuhren. Der Regen hatte zwar zwischenzeitlich aufgehört aber die Straßen waren nass und es war wieder ungemütlich kalt. Nach ca. 3 Std. legten wir eine Aufwärmpause in einem Restaurant ein und genossen eine heißen Kaffee. Dann ging es weiter Richtung Götakanal, den wir bei Berga erreichten. Leider machte es uns nicht an, irgendwo länger zu verweilen bei diesem nasskalten Wetter und wir waren gerade wieder ein paar Kilometer unterwegs, als uns ein weiterer Regenschauer Unterschlupf im Restaurant eines Campingplatzes gewährte. Wieder genossen wir den heißen Kaffee und wunderten uns über die moderaten Preise. Wir bezahlten jeweils umgerechnet etwa 2,20 € für 2 Tassen guten Kaffee. Von hier aus konnten wir auch unsere Mail versenden, da wir am Vortag keinen Internetzugang hatten. Dann ging es weiter Richtung Norrköping durch eine sehr abwechslungsreiche und schöne Landschaft. Bei der Ankunft in Norrköping wurde noch der tägliche Einkauf getätigt, bevor es zum Campingplatz ging, den wir gegen 15:45 Uhr erreichten.

   
Strand von Motala am Vätternsee

   
Blick in unser Campinghüttchen

   
Der Götakanal der von Göteborg nach Stockholm führt

   
Bedrohliche Wolken


26.05.2015 Norrköping – Trosa an der Ostsee gelegen 116,7 km und 724 Hm
Bei einem Sonne- Wolkenmix waren wir heute unterwegs. Zunächst schauten wir uns noch in Norrköping um, bevor mit einer Fähre über einen Seitenarm der Ostsee weiter ging. War es bis dahin recht flach, so wurde es ab hier deutlich hügeliger. Es handelt sich zwar meist um sehr kurze Steigungen mit anschließenden Abfahrten aber man bekommt keinen rechten Rhythmus. Die von uns gewählte Strecke verlief teils auf Nebenstrecken oder auf einsamen festen Sandwegen. Schließlich erreichten wir Nyköping, ein nettes Städtchen. Vorbei an zahlreichen Seen führte unsere Route, auf Empfehlung von Einheimischen, nach Trosa, wo wir wieder die Ostsee erreichten. Hier kamen wir in einer Jugendherberge unter und hatten noch ausreichend Zeit, das schmucke kleine Hafenstädtchen anzuschauen. Den ganzen Tag über blieb es trocken aber weiterhin begleitete uns ein kalter Wind.

   
Norrköping

   
Kostenlose Überfahrt mit der Fähre

   
Einsame Strecke

   
Farbkontraste

   
Nyköping

   
James, ein Engländer, auf dem Weg vom Nordkap nach Tarifa/Spanien

   
Trosa


27.05.2015 Trosa – Stockholm 74,3km und 555 Hm
Start bei strahlend blauem Himmel und 10°C durch die hügelige Küstenregion. Auf einsamen Sträßchen, Waldwegen und Radspuren fuhren wir durch idyllische Landschaften, überquerten mit der Fähre einen breiten Fluss und dann ging es immer näher zur Hauptstadt von Schweden, Stockholm. Unterwegs trafen wir auf 2 Fernradler aus Günzburg, die in Richtung Oslo fahren. Dank unserem GPS fanden wir trotz vieler Baustellen, Straßenkreuzungen und Brücken durch das Straßengewirr zu unserem gebuchten Amedin Boot-Hostel. Den Nachmittag verbrachten wir mit Bummeln durch die sehr sehenswerte Stadt und dem Erledigen der nötigsten Dinge wie z. B. Wäsche waschen. Durch den sehr kalten Wind wird es am Abend immer empfindlich kühl.

   
Auf Küstenwegen Richtung Stockholm

   
Wir warten auf die Fähre

   
Skiberg mit Lift bei Stockholm

   
Wir erreichen die Innenstadt von Stockholm

   
Ankunft an unserem Boot-Hostel

28.05.2015 Ruhetag in Stockholm 13 km und 55 Hm
Am Vormittag fuhren wir mit unseren Rädern, die ohne Gepäck kaum zu bändigen waren, zum Fährhafen, um die Tickets für die morgige Überfahrt nach Finnland zu erwerben. Dort jedoch war alles geschlossen und weder ein Informationsschalter noch ein Ticketschalter war vorhanden. So fuhren wir also unverrichteter Dinge wieder zurück zu unserer Unterkunft und suchten zu Fuß eine Information auf. Dort verwies man uns auf ein Büro der Silja Fährlinien bei der Zentralstation. Schließlich wurden wir fündig und buchten die Überfahrt für uns und unsere Räder für 534,-- SEK (ca. 54,-- €). Die restliche Zeit blieb uns bei meist sonnigem und windigem Wetter für die Besichtigung der tollen Stadt.

   
Kein Radrennen sondern der normale Radverkehr in Stockholm

   
Riddarholmen, königliche Begräbniskirche

   
Das Königliche Schloss, Amtssitz von König Carl XVI, Gustaf

   
Vasa-Museum

   

   

   
Stockholm


Ein kurzes Fazit unserer bisherigen Reise:
Die Dänen und Schweden haben wir als sehr freundlich und hilfsbereit kennen gelernt.
In beiden Ländern ist es sehr sauber und gepflegt. Es liegt kein Müll am Straßenrand.
Die Autofahrer sind sehr rücksichtvoll und gewähren uns Radlern an Übergängen immer Vorfahrt. Es wird kaum einmal gehupt und sehr ruhig und besonnen gefahren.
Frauen tragen bequeme Schuhe und keine mit hohen Absätzen.
Landschaftlich gut gefallen haben uns die riesigen Rapsfelder und Wiesen, die häufig von blauen Seen umgeben sind. Dazwischen befinden sich vielfach im kaum besiedelten Gebiet kleine, meist weinrot gestrichene Häuschen oder aber riesige Gutshöfe.
Es besteht ein eindrucksvolles Radwegenetz.
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#5
   
Geplante Route durch Finnland bis zum Nordkap


29.05.2015 Stockholm – Turku mit der Fähre 8,9 km und 32 Hm
Schon um 5 Uhr standen wie auf, da wir um 6 Uhr am 5 Kilometer entfernten Ablegeplatz der Silja Line sein mussten. Dort standen wir dann knapp 1 Stunde bei 7°C im Freien und warteten, bis die inzwischen angekommene Fähre entladen war. Dann konnten wir endlich auf die riesige Fähre rollen. Pünktlich um 7:10 Uhr legte sie in Richtung Turku/Finnland ab. Bei nahezu wolkenlosem Himmel machten wir uns auf die rund 11-stündige Fahrt. Lange Zeit ging es durch die herrliche Schärenlandschaft vor der Küste Stockholms, bevor es auf die offene See hinaus ging. Nach knapp 5 ½ Stunden steuerte sie Mariehamn auf den Aland Inseln an und verließ den dortigen Hafen schon nach 15 Minuten wieder. Auch die restliche Strecke bis Turku verlief fast ausschließlich durch Schärengebiete und so gestaltete sich die lange Reise doch recht abwechslungsreich. Auch heute wurde uns nie richtig warm, da die Klimaanlage uns immer frösteln ließ.
Die Uhr wurde in Finnland um 1 Stunde vorgestellt, so dass es hier schon um 2 Uhr morgens hell wird.

   
Unsere Fähre nach Turku

   
Fahrt durch die Schären

   
   
Beliebter Platz in Turku


30.05.2015 Turku – Rauma 102,1 km und 538 Hm
Heute starteten wir erst kurz vor 9 Uhr mit bedrohlichen Wolken am Himmel, die sich aber innerhalb kürzester Zeit auflösten. Die Route führte überwiegend durch hügeliges Gelände. Die meiste Zeit ging es durch Wälder, in denen es erst jetzt grün wird. Insgesamt ein angenehmer Radltag, bei dem uns der Wind wieder behilflich war. Am frühen Nachmittag erreichten wir den Campingplatz in Rauma, wo wir wieder die einzigen Zeltgäste waren. Der Platz ist recht schön und wir hatten Kontakt zu einigen Wohnmobilfahrern aus Deutschland und Österreich.

   
Wir testen die neue, im Bau befindliche, Autobahn

   
Finnische Kirche

   
Einsame Strecken durch finnische Wälder

   
Unser Zelt zwischen lauter Wohnmobilen


31.05.2015 Rauma – Merikarvia 113,2 km und 532 Hm
Nachts regnete es immer wieder und so warteten wir ab, bis der Regen aufhörte. Dann frühstückten wir und verließen den schönen CP gegen 9 Uhr. Mit gutem Rückenwind ging es bei teils sonnigem, teils wolkigem Wetter ins 52 Kilometer entfernte Pori. Auf dem Seitenstreifen der Hauptstraße kamen wir bei ständigem Auf und Ab gut vorwärts. In Pori machten wir Rast und wärmten uns in einem Cafe auf. Nach 75 Kilometern wechselten wir auf eine küstennahe Landstraße. Viele Motorradfahrer nutzten den Sonntag und befuhren die wellige und kurvenreiche Strecke in ruhiger Fahrweise. Wir hatten zwar wieder meist Rückenwind aber je nach Fahrtrichtung kam er auch von vorne oder von der Seite. Völlig ausgekühlt durch den kalten Wind erreichten wir den CP von Merikarvia, der wieder direkt an der Ostsee liegt. Wir bekamen für 35,-- € eine kleine Hütte mit Heizung, Kühlschrank und Kaffeemaschine sowie 2 Betten und einer Sitzecke. Auch für die kommende Nacht und den morgigen Tag wird Regen vorher gesagt und die lausigen Temperaturen um die 10°C sollen in den nächsten Tagen so bleiben.

   
Abfahrt vom sehr schönen CP in Rauma

   
Unterwegs nach Merikarvia

   
   
Immer wieder kommen wir der Ostsee ganz nahe


01.06.2015 Merikarvia – Kristinestad 65,5 km und 242 Hm
Nach regenreicher Nacht starteten wir bei unsicherem Wetter um 8:15 Uhr. Der Wetterbericht sagte ab 9 Uhr Regen voraus, der aber erst kurz nach 9:45 Uhr einsetzte, als wir gerade 34 Kilometer zurück gelegt hatten. Zuflucht fanden wir in einer Raststätte und warteten bei Kaffee und einem guten Mittagessen den Regen ab, dessen Ende gegen 14 Uhr erfolgen sollte. Nach 6-stündigem Warten hörte der Regen endlich auf und wir setzten unsere Tour auf der nur wenig befahrenen Hauptstraße fort. Ein kräftiger Rückenwind unterstützte unser Vorwärtskommen deutlich und so kamen wir vor den immer wieder drohenden Wolken zum Abzweig nach Kristianstad. Der extrem stürmische Wind bereitete uns erhebliche Probleme beim Überqueren einer langen Brücke .Da auch für die kommende Nacht wieder mit Regen zu rechnen ist und ein gnadenloser Wind weht entschieden wir uns auch hier für eine Campinghütte.

   
6 Stunden warten auf besseres Wetter. Drinnen

   
Und draußen

   
Stürmische Ankunft in Kristinestad


02.06.2015 Kristinestad - Oravais 153,3 km und 543 Hm
Nach einer stürmischen Nacht erwachten wir bei strahlendem Sonnenschein aber immer noch kühlen Temperaturen von 8°C. Bereits um 7:15 Uhr waren wir reisefertig.
Landschaftlich ist es durch das frische Grün zwar recht schön, aber seit wir durch Finnland radeln geht es vielfach durch den Wald und die Sicht ist dadurch stark eingeschränkt. Über eine Nebenstraße ging es heute durch meist offenes landwirtschaftlich geprägtes Terrain. In vielen Gewächshäusern wurde Gemüse herangezogen. Die vielen Rapsfelder, die wir in Schweden sahen, vermissen wir hier. Nach ca. 50 km kamen wir wieder auf die E8 und so nutzten wir den guten Wind und kamen nach weiteren 50 km schon in Vaasa, unserem eigentlichen Tagesziel, um 12 Uhr an. Hier legten wir eine Mittagsrast ein und schauten uns den Ort an und erfuhren von einem Finnen, dass für morgen wieder schlechtes Wetter voraus gesagt wird. Daher entschieden wir, nicht den CP in Vaasa aufzusuchen, sondern machten uns daran, einen Teil der für den nächsten Tag geplanten Route in Angriff zu nehmen. Auch am Nachmittag kamen wir noch ganz gut voran und entdeckten in Oravais einen netten, kleinen CP, auf dem wir uns ein Hüttchen mieteten. Seit Tagen suchen wir vergeblich nach einem Internetzugang, in dem wir auch die Wettervorhersagen einsehen können.

   
Holzkirche von Kristinestad

   
Unterwegs nach Vaasa

   
Viele Gärtnereien liegen an der Strecke

   
Die Wälder sind voller Heidelbeeren. Leider noch nicht reif.

   
Vaasa

   
Auch eine Kaffeepause muss immer wieder sein

   
Unser Häuschen in Oravais auf einem kleinen Campingplatz
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#6
03.06.2015 Oravais – Kokkola 90,7 km und 303 Hm
Große Regenmengen fielen bei Nacht und bis in die frühen Morgenstunden. Wir waren froh, ein festes Dach über uns zu haben, denn am Morgen quietschte die ganze Campingwiese, wenn man sich auf ihr bewegte. Bei drohenden Wolken machten wir uns erst um 9:15 Uhr auf den Weiterweg. Wir wollten es wenigstens bis zum nächsten Campingplatz in 35 Km Entfernung schaffen. Wir wurden zwar weiterhin von dicken Regenwolken begleitet aber zum Glück behielten sie alles bei sich.
Nach 20 Kilometern verließen wir die E8 und fuhren auf der Landstraße, immer in der Nähe der Ostsee, nach Jakobstad. Dort legten wir eine Mittagsrast ein und immer wieder einmal blickte die Sonne durch die Wolken. Der Weiterweg nach Kokkola verlief auf Radwegen und gab immer wieder herrliche Ausblicke auf die seenreiche Landschaft frei. Um 15:15 Uhr erreichten wir den Campingplatz von Kokkola, wo wir uns wieder eine kleine Hütte anmieteten. Inzwischen kam auch immer öfter die Sonne durch aber der starke Wind und die kalten Temperaturen um die 11 °C blieben uns erhalten.

   
Mitternacht in Oravais

   
Abfahrt nach einer regenreichen Nacht

   
Unterwegs nach Kokkola

   
Flößer

   
Das Wetter wird wieder gut


04.06.2015 Kokkola – Raahe 134,1 km und 315 Hm
In der Nacht hat es wieder geregnet und am Morgen hingen noch dichte Wolken über uns. Seit 2 Nächten wird es überhaupt nicht mehr dunkel. Die Helligkeit hindert uns noch etwas beim Einschlafen. Nach dem Frühstück in der Küchen-Essecke starteten wir zur Weiterreise. Es ging wieder auf der E8 weiter, die parallel immer wieder für längere Zeit einen Radweg hatte. Mit Handschuhen und Stirnband schützten wir uns vor den immer noch kalten Temperaturen. Die Mittagspause verbrachten wir in einer kleinen Bäckerei bei Kaffee und frisch gebackenem Gebäck. Die 1. Tasse Kaffee kostet 1,50€, die weiteren Tassen waren wie meist umsonst. Auf der weiteren Strecke entdeckten wir plötzlich etwas im angrenzenden Wald. Es war ein Elch, der leider das Weite suchte, als Norbert ein Bild machen wollte. Vielleicht bekommen wir später noch einen vor die Linse. Der Wind blies heute nicht mehr ganz so stark, aber wir wurden überwiegend von ihm begünstigt. Gegen 15:30 Uhr erreichten wir Raahe. Dort suchten wir den Platz für Wohnmobile auf und mit Hilfe eines freundlichen Finnen wurde uns in dem daneben befindlichen Freizeitheim ein Zimmer zur Verfügung gestellt. Das Haus wird eben erst für die bevorstehende Saison hergerichtet.

   
Backstube

   
Leckeres Ergebnis

   
Elchalarm! Der Echte lief davon.

   
Holzerntemaschine

   
Bushaltestelle

   
Eingang zu einem landwirtschaftlichen Betrieb


05.06.2015 Raahe - Lin Sillat 121,3 km und 276 Hm
Schon um 6:45 Uhr saßen wir heute bei 7°C auf unseren Rädern. Die Sonne schien von einem strahlend blauen Himmel und es ging wieder überwiegend durch bewaldete Gebiete. Häufig waren wir auf Nebenstrecken oder Radwegen unterwegs. Oulu, mit 127000 Einwohnern die nordfinnische Metropole, liegt an der Mündung des Oulujoki in den Bottnischen Meerbusen. Hier legten wir eine längere Mittagspause ein und aßen an einem der zahlreichen Marktstände Lachs, Elchhackbällchen und Elchwürstchen sowie Gemüse und Knoblauchkartoffeln. Von hier aus waren dann noch 45 Kilometer bis zu unserem Zielort Lin Sillat zurück zu legen. Kurz vor 16:00 Uhr erreichten wir den dortigen Campingplatz und mieteten uns wieder für 35,-- € ein Hüttchen. Nach dem Duschen gingen wir nochmals in das nahe gelegene Städtchen, um unsere Einkäufe zu tätigen.

   
Ostsee bei Raahe

   
Marktstand in Oulu

   
Unser Mittagessen für 10,-- €

   
Oulu


06.06.2015 Lin Sillat - Tervola 119,3 Km und 417 Hm
Bei wolkenlosem Himmel aber weiterhin sehr kühlen Temperaturen starteten wir um 7 Uhr in den neuen Tag. Teils ging es auf der E8, teils auf Radwegen, immer in der Nähe der Ostseeküste entlang. Leider sieht man auf der küstennahen Strecke selten einmal das Meer. Es ging, wie schon an den Vortagen, überwiegend durch den Wald. Die Qualität der Radwege ließ heute einige Wünsche offen. Viele Querrillen und sehr holprige Strecken schränkten den Spaß doch sehr ein. In Kemi erreichten wir den nördlichsten Punkt der Ostsee und machten Mittagspause. Danach ging es mit gutem Rückenwind am Kemijoki, dem mit 550 Kilometern längsten Fluss Finnlands, weiter. Kurz vor Tervola, unserem Zielort, begann es zu nieseln und ausgerechnet dort hatte Frieda einen platten Vorderreifen. Wir pumpten 2 x auf und erreichten so eine Tankstelle, in der wir uns nach einer Unterkunft erkundigten. Uns wurde dort ein Hotel empfohlen, das wir bei einsetzendem Regen erreichten. Dort flickten wir zunächst den platten Reifen und nahmen danach gerne das Angebot an, die Sauna zu benutzen. Mit einem guten Abendessen beschlossen wir den Tag.

   
Radweg

   
Unsere treuen Gefährten am nördlichen Ufer der Ostsee

   
Unsere Unterkunft in Tervola würde bei Sonnenschein zum Erholen einladen
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#7
07.06.2015 Tervola – Rovaniemi 77,6 km und 300 Hm
Heute waren wir während der gesamten Fahrt mit unserer kompletten Regenausrüstung unterwegs. Es regnete mal mehr, mal weniger und die Temperaturen lagen bei max. 10°C. Auf unserer Nebenstrecke, auf der wir fast alleine unterwegs waren, ging es immer wieder auf und ab und manchmal bekamen wir auch den Kemijoki zu sehen, der häufig zu einem mächtigen See aufgestaut wurde. Es gab keine Orte an der Strecke nur ab und zu waren ein paar Häuser zu sehen. Gegen 14 Uhr erreichten wir Rovaniemi, die Hauptstadt von Finnisch-Lappland. Dort gingen wir gleich einkaufen, was hier in Finnland, wie auch in den anderen nordischen Ländern, auch sonntags problemlos möglich war. Durch große Straßenbaustellen mussten wir unseren Weg zu der von uns gebuchten Ferienwohnung suchen, die wir gegen 15 Uhr erreichten.

   
Regen, Regen, Regen

   
Am Kemijoki entlang


08.06.2015 Rovaniemi – Sodankylä 131,8 km und 688 HmUm 7 Uhr machten wir uns bei 4°C, und leichter Bewölkung von Rovaniemi auf. Schon 8 km später erreichten wir Santa Claus Village, aber dort wo sonst ein riesen Trubel um den Nikolaus stattfindet, herrschte noch absolute Stille. Dort passierten wir auch den nördlichen Polarkreis. Es folgte ein ständiges Auf und Ab und das Wetter verschlechterte sich zusehends und wir mussten uns noch zusätzlich eine wärmende Schicht überziehen. Zum Glück erwischte uns nur ein kurzer Schauer aber den Wind hatten wir heute gegen uns und so gestaltete sich der ganze Tag recht mühsam. Zur Mittagszeit begegnete uns eine finnische Fernradlerin und gegen Abend trafen wir noch einen finnischen Radler, der Finnland umrundet. So, und durch die zahlreichen Seen, kam wenigstens etwas Abwechslung in den Tagesablauf. Auch die ersten Rentiere bekamen wir zu sehen. Nach 11 Stunden erreichten wir ziemlich erledigt den Campingplatz in Sodankylä, wo wir uns wieder eine Hütte anmieteten. Zum Glück gab es im Ort einen großen Supermarkt, wo wir noch einkaufen konnten. Sonst war unterwegs nichts zu finden.

   
Rovaniemi, das Tor zum Norden

   
Am Kemijoki

   
Santa Claus Village noch im Schlaf

   


09.06.2015 Sodankylä – Tankavaara 99,4 km und 393 Hm
Bei herrlichem Sonnenschein, aber immer noch kühlen Temperaturen von 10°C, machte das Radeln heute richtig Spaß. Lange Zeit ging es auf fast ebener Strecke und Windstille vorbei an zahlreichen Seen. Häufig begleiteten uns Flüsse, die zur Stromgewinnung aufgestaut wurden. Die Wälder wurden durchsichtiger und niedriger und immer wieder konnten wir einige Rentiere entdecken. Auch viele Moore trugen zur Abwechslung der Landschaft bei. Zwei Fernradler begegneten uns heute, bevor wir in der Goldgräberstadt Tankavaara unsere Tour für heute beendeten. In einer urigen Hütte kamen wir unter und hatten den Mittag über Zeit, die alte Goldgräberstadt zu besuchen.

   
Radweg am Fluss entlang

   
Wanderung auf Stegen durch das Moor

   
Kaffeepause

   
Unsere urige Hütte in der Goldgräberstadt Tankavaara

   
Hier kann man Gold waschen (das Wasser ist schon ganz goldig)

   
Eingang nach Tankavaara


10.06.2015 Tankavaara - Inari Lomakylä 111 km und 693 Hm
Schon um 6:30 Uhr saßen wir wieder auf unseren Rädern. Bei stark bewölktem Himmel und leichtem Rückenwind kamen wir flott vorwärts. Ein längerer Anstieg musste bewältigt werden. Oben waren noch letzte Schneereste und eine steppenartige Landschaft zu sehen. Bei Ivalo gab es einen Radlertreff mit zwei Schweizerinnen und einem Finnen. Landschaftlich war es heute recht abwechslungsreich, da wir an zahlreichen Seen vorbei kamen, die einmal tief blau erschienen, wenn die Sonne sie beleuchtete oder ganz dunkel, wenn der Himmel mit dunklen Regenwolken bedeckt war. Es herrschte typisches Aprilwetter mit Sonnenschein und ein paar Regenschauern. Das einzig beständige am Wetter sind die derzeit herrschenden kühlen Temperaturen. Am Inarisee legten wir eine Mittagspause ein und aßen ein Rentiergericht. Die nicht auf dem Speiseplan befindlichen Rentiere kann man immer wieder neben der Straße beobachten, wenn sie die frischen grünen Triebe an den jungen Bäumen fressen. Inari hatten wir uns größer und interessanter vorgestellt, aber außer einem sehr teuren Supermarkt und einem Museum war nicht viel zu sehen. Lediglich der Inarisee, der doppelt so groß wie der Bodensee ist, zeigte sich noch einmal in schönem Blau. Etwa 10 Kilometer hinter Inari entdeckten wir einen sehr ruhigen Campingplatz und mieteten uns wieder eine kleine Hütte, die einsam direkt am See lag.

   
Rentiere kreuzen die Straße

   
Radlertreff

   
Inarisee

   
Es geht bei Regen am Inarisee entlang

   
Und dann wieder bei Sonne

   
Ausblick aus dem Fenster unserer Hütte zum nahen See
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#8
11.06.2015 Inari Lomakylä – Karigasniemi 90,8 km und 755 Hm
In der Nacht hatte es wieder geregnet und wir warteten in unserer Hütte die ersten drohenden Regenwolken noch ab. Kurz vor 8 Uhr starteten wir. Nach 20 Kilometer tranken wir zum Aufwärmen in einer Raststätte einen Kaffee. Dort hatten wir Wifi und so konnten wir unseren letzten Bericht versenden. Danach folgte eine Welle der anderen mit meist kurzen aber bis zu 12% steilen Anstiegen. Ein heftiger Gegenwind und immer wieder einsetzender Regen machte uns das Vorwärtskommen nicht einfacher. So steuerten wir zur Mittagszeit die nächste Raststätte an und warteten dort den nächsten Regenschauer ab. Auch auf dem Weiterweg bis zu unserem heutigen Zielort nahmen die Wellen kein Ende und zwischenzeitlich graupelte es auch noch. So waren wir froh, diese sehr anspruchsvolle Etappe geschafft zu haben und fanden wieder Unterschlupf in einer Hütte des CP in unmittelbarer Nähe der Grenze zu Norwegen. Vier weitere Radler, die wir heute trafen, kämpften ebenso wie wir gegen die üblen Witterungsbedingungen.

   
Abzweig zum Nordkap

   
Eine Welle nach der anderen

   
Portugiese mit Hund, seit 13 Monaten unterwegs

   
Steppenlandschaft mit Mooren


Fazit von Finnland:

Endlose Straßen durch Wälder mit meist langen Geraden
Viele schöne Seen und Flüsse
Viele einsame Strecken
Meist kaum bewohnt
Oft bis zu 60 km keine Versorgungmöglichkeit
Immer guter Kaffee zu bekommen
Der Verkehr nimmt nach Norden hin immer mehr ab
Die Landschaft verändert sich in Lappland: Wo vorher Fichten und Birken standen wachsen dort Kiefern und Birken und viele Moore sind zu sehen.
Die Preise sind vielfach mit unseren in Deutschland vergleichbar
Wenn wir beim Essen waren bekamen wir gut und reichlich zu essen zu günstigeren Preisen als daheim
Hier oben wird es vom 16.5. bis zum 26.7. nicht mehr dunkel bei Nacht, dafür lässt sich die Sonne vom 24.11. bis 18.1. nicht mehr blicken
Sind Orte in der Karte angegeben, so sind oft nur wenige Häuser zu sehen oder im angrenzenden Wald verstreut.
Überall sind Spielautomaten aufgestellt. In der Tankstelle, in Gaststätten, in Läden und Supermärkten
Bei dem kalten Wetter, das wir zur Zeit haben, scheinen die Stechbiester zum Glück Flugverbot zu haben


12.06.2015 Karigasniemi - Stabbursnes 109,8 km und 804 Hm
Bei Sonnenschein, aber kräftigem Gegenwind und nur 7°C, erreichten wir die nur 500 Meter entfernte Grenze nach Norwegen schon um 6:30 Uhr. Bis zur 20 km entfernten Samenhauptstadt Karasjok ging es durch ein wunderbares Flusstal, das die Grenze zwischen Finnland und Norwegen bildet. Die Uhren wurden wieder um eine Stunde zurück gestellt und in Karasjok besorgten wir uns am ATM norwegische Kronen (NOK 100,-- NOK = 12,-- €). So konnten wir an einer Tanke auch wieder zu einem Kaffee kommen. Von Karasjok ging es zum höchsten Punkt der heutigen Etappe auf 360 m hinauf. Der Aufstieg war gut zu bewältigen, da er nie steiler als 6% war und der Wind nachgelassen hatte. Endlich bekamen wir wieder Berge zu sehen, die einfach für viel mehr Abwechslung sorgen. Die etwas höheren Gipfel, (ca. 1000 m hoch) sind alle noch mit Schnee bedeckt und in den Tälern fließen reisende Bäche und die Bäume und Wiesen beginnen gerade zu grünen. Dies ergibt bei entsprechendem Licht herrliche Farbkontraste. Auch heute ging es immer wieder auf und ab, aber im Gegensatz zu gestern waren die Steigungen moderater und ohne Gegenwind gut zu bewältigen. Nach einer Mittagsrast trafen wir eine Schweizerin wieder, die wir gestern auf dem CP kennen gelernt hatten. Auch sie ist auf dem Weg zum Nordkap. Bei der Weiterfahrt begann es urplötzlich zu Hageln aber zum Glück war dieser Schauer nur von kurzer Dauer. Wir wurden zwar immer wieder von Regenwolken bedroht aber kamen ohne Dusche gut durch den Tag. Kurz vor Erreichen des Porsangerfjordes kam plötzlich heftiger Wind mit Starkböen auf und wir konnten kaum noch unsere Spur halten. In Lakselv, am südl. Ende des Porsangerfjorde (120 km lang und damit viertlängster Fjord Norwegens) war der Wind so heftig, dass wir nur noch schiebend vorwärts kamen. Nachdem sich unsere Fahrtrichtung etwas geändert hatte und wir an den Berghängen des Fjordes entlang fuhren, wurde es zwar etwas besser, aber man musste hell wach sein, da kräftige Windböen ohne Ankündigung aus allen möglichen Richtungen versuchten, uns von der Fahrbahn abzudrängen. Diese letzten 18 km hatten es nochmals in sich und so waren wir froh, heil unser Ziel, den CP von Stabbursdalen zu erreichen. Dort fanden wir wieder in einer gemütlichen Hütte Unterkunft. Das kühle und windige Wetter bietet aber nicht nur Nachteile sondern hat den Vorteil, dass wir von der sonst üblichen Mückenplage bislang verschont wurden.

   
Grenzfluss zwischen Finnland und Norwegen

   
Die ersten verschneiten Berge in Sicht

   

   
Auf dem Weg zum Posangerfjord

   
Posangerfjord

   
2 wilde Gesellen auf dem Campingplatz


13.06.2015 Stabbursnes – Honningsvag 146,2 km und 1189 Hm
Wieder waren wir sehr früh auf den Beinen und verließen um 6:15 Uhr den CP. Der Wind war gut und das wollten wir nutzen. Die Strecke führte immer am Porsangerfjord entlang mit vielen kurzen Steigungen, deren höchste auf 80 Metern endete. Es lief mit Rückenwind gut und wir kamen flott voran. Nach 45 km, es war kurz vor 9 Uhr, legten wir eine Kaffeepause ein. Der Laden öffnete gerade. Nach Kaffee und Keksen ging es wieder weiter. Immer, wenn unsere Route nach Westen abbog, hatten wir mit heftigstem Gegenwind zu kämpfen, aber überwiegen waren wir Nutznießer dessen. Eigentlich wollten wir den Tag nach 95 km beenden und den CP von Repvag aufsuchen, da es aber gerade erst 12 Uhr war beschlossen wir, den guten Wind zu nutzen und bis Honningsvag weiter zu radeln. Diese rund 50 km bereiteten uns aber doch noch einige Mühe. Zunächst war ein 3 km langer Tunnel zu durchfahren, was kein Problem darstellte. Anders sah es da beim 7 km langen Nordkaptunnel aus. Hier führt die Straße 2,2 km steil hinab bis auf 212 m unter Meeresniveau ankommt. Dann ging es 2,6 km flach weiter und nun folgte auf der anderen Seite wieder ein 2,4 km langer Aufstieg. Das Ganze war doch recht mühsam und wir waren froh, wieder das Tageslicht zu erblicken. Belohnt wurden wir mit Ausblicken auf eine herrliche Berglandschaft mit wunderschönen Buchten. Auch viele Rentierherden bekamen wir zu sehen. Leider fehlte meist die Sonne aber wir waren froh, regenfrei über den Tag gekommen zu sein. Kurz vor Honningsvag folgte nochmals ein 4,4 km langer Tunnel aber dann war es geschafft. Wir gingen noch Einkaufen, denn seit der Frühstückspause nach 45 km gab es keine Versorgungsmöglichkeiten mehr entlang der Straße. Unterkunft fanden wir hier für die nächsten beiden Nächte in der Jugendherberge in einem netten 2- Bett Zimmer.

   
Unterwegs nach Olderfjord

   
Posangerfjord

   
Verwitternde Felsen

   
Auf welliger Strecke

   
Unterwassertunnel

   
Vor Honningsvag

   
Honningsvag

   
Gestelle zum Trocknen von Stockfischen


14.06.2015 Honningsvag – Nordkap 65 km und 1272 Hm
Heute am Sonntag konnten wir ausschlafen, da es erst ab 7 Uhr Frühstück gab. Das Frühstücksbüffet war ganz ausgezeichnet und um 8:30 Uhr standen wir zur Abfahrt bereit. Der Wetterbericht versprach ganz passables Wetter. Zunächst aber nieselte es bei der Abfahrt aber schon bald besserte sich das Wetter und bis auf wenige Tropfen, über den Tag verteilt, blieb es trocken. Auch der Wind hielt sich heute vornehm zurück. Die ersten paar Kilometer verliefen auf fast ebener Strecke mit immer wieder herrlichen Ausblicken aufs Meer und viele kleine Seen. Dann ging es erstmals in recht gleichmäßiger Steigung zwischen 5% und 10% hinauf auf 300 m Höhe. Der Bewuchs wurde immer spärlicher und es zeigte sich eine baum- und strauchlose arktische Landschaft. Dann ging es in rasanter Abfahrt wieder bis auf 50 m Höhe hinunter und in mehreren Wellen wieder auf 300 m hinauf. Dazwischen sahen wir immer wieder Rentierherden, die zwischen Schneefeldern und Moosen und altem Gras etwas zu fressen suchten. So sammelten wir auf den 32 km bis zum Nordkap 788 Höhenmeter und erreichten diesen nach knapp 3 Stunden.
Damit hatten wir unser erstes großes Ziel, den Nordkap mit eigener Muskelkraft zu erreichen, nach insgesamt 2630 Kilometern und 13431 Höhenmetern geschafft.
Am Nordkap besuchten wir die Nordkaphalle, zu der der Eintritt für Radfahrer frei ist. Wir schauten einen interessanten Film an, der die verschiedenen Jahreszeiten in der Nordkapregion zeigte. Der Andrang hielt sich noch in Grenzen, obwohl auf dem Parkplatz viele Wohnmobile und Busse standen. Das Nordkap, das sich auf der Insel Mageroya befindet, die wir gestern durch den Nordkaptunnel erreichten, ist der nördlichste Punkt Europas, der auf der Straße erreicht werden kann. Direkt dahinter fällt der Fels nahezu senkrecht 300 Meter ins Eismeer ab und bis zum Nordpol sind es nur noch 2093 km.
Nach etwa 2-stündigem Aufenthalt bei recht ordentlichem Wetter mit guter Sicht machten wir uns wieder auf den Rückweg nach Honningsvag. Das Wetter besserte sich und immer wieder kam auch die Sonne etwas durch und wir erlebten eindrucksvolle Bilder. Nach etwas mehr als 2 Stunden waren wir wieder zurück in Honningvag, wo wir noch einkauften und dann in unsere Unterkunft zurück kehrten. Dann musste noch alles umgepackt werden für die morgige Schifffahrt, die wir gestern noch übers Internet gebucht hatten. Es wird wohl eine kurze Nach geben, denn das Schiff der Hurtigruten, die MS Kong Harald, legt schon um 5:45 Uhr ab.

   

   
Fahrt zum Nordkap

   

   
Ankunft am Nordkap

   
Nordkap

   

   
Rückfahrt vom Nordkap nach Honningsvag

   

   

   
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#9
   

15.06.2015 Honningsvag – Harstad Seereise mit Hurtigruten 2,3 km und 28 Hm
Die 28-stündige Schiffsreise war gleichzeitig unser erster Ruhetag seit Stockholm. Allerdings begann der Tag für uns schon um 4:30 Uhr, da die MS Kong Harald von Hurtigruten schon um 5:30 Uhr im Hafen von Honningsvag einlief. Von der Jugendherberge war ein reichhaltiges Lunchpaket für uns vorbereitet worden. In aller Ruhe sattelten wir unsere Räder und fuhren zur Anlegestelle am Hafen. Über einen Aufzug gelangten wir mit unseren Rädern an Bord. Wir suchten unsere Außenkabine auf und richteten uns häuslich ein. Ab 7 Uhr gab es ein reichhaltiges Frühstück und in ruhiger Fahrt genossen wir zunächst die Fahrt nach Hammerfest, wo wir um 10:45 Uhr anlegten. Dort hatten wir Gelegenheit, die 2-stündige Liegezeit zu einem Landgang zu nutzen.
Auf der Weiterreise verschlechterte sich leider das Wetter und tiefhängende Wolken verschleierten die Sicht auf die immer höher aufragenden, schneebedeckten Berge. Daher bot sich immer wieder die Möglichkeit, dass wir uns etwas hinlegen konnten.
Von 23:45 Uhr bis 1:30 Uhr legte unser Schiff in Tromsö an. Wir nutzten die Gelegenheit, einen Mitternachtsbummel durch die Stadt mit ihren schönen Häusern und Anlagen zu machen. Leider begann es wieder einmal zu regnen und wir verkürzten den Landgang.

   
Es geht aufs Schiff

   
Unsere Kabine

   
Landgang in Hammerfest

   
Begegnung mit einem anderen Schiff der Hurtigruten bei leider wieder schlechtem Wetter

   
Landgang in Tromsö um Mitternacht

   
Frühling in Tromsö

   
Tromsö umMitternacht

   
Unser Schiff im Hafen von Tromsö


16.06.2015 Harstad – Sortland/Vesteralen 70,5 km und 761 Hm
Gut ausgeruht saßen wir um 7 Uhr beim Frühstück, denn um 8 Uhr legte unser Schiff im Hafen von Harstad an. Als wir dort das Schiff verließen war es noch teilweise sonnig aber mit 8°C nach wie vor recht kühl. Vom Hafen aus ging es gleich auf 200 m hinauf und uns wurde richtig warm. Die Wolken wurden immer dichter und den ganzen Tag über regnete es mal mehr, mal weniger. In Revnes ging es zur Fähre, um über einen fjordartigen Seitenarm zu gelangen. Als wieder eine Wolkenfront auf uns zu kam fanden wir gerade noch rechtzeitig Unterschlupf in einem Restaurant und warteten dort, bis der Regen aufhörte. Dann machten wir uns wieder auf, um wieder weiter zu kommen. Landschaftlich war die Strecke sehr reizvoll und abwechslungsreich. So erreichten wir bei Nieselregen die 960 m lange und 30 m hohe Brücke, die nach Sortland und weiter zum CP führte.

   
Auf der Fahrt zur Fähre nach Revnes

   
Weiterfahrt nach Sortland

   
Weiterfahrt nach längerer Regenpause

   
Sortlandbrücke


17.06.2015 Sortland – Stokmarknes 38,8 km und 193 HmEigentlich sollte es heute laut Wetterbericht stark bewölkt aber trocken sein. Aber schon die ganze Nacht über und bis um 9 Uhr in der Früh regnete es. Wir überlegten, was wir machen sollten und entschieden uns für die Weiterfahrt, da uns der CP in Sortland nicht gefiel (miese sanitäre Anlagen und ungepflegter Platz).
Um 9:15 Uhr starteten wir, kamen jedoch nicht weit bis es wieder zu regnen begann. So ging es auf der ganzen Strecke weiter. Immer wieder suchten wir unter einem Vordach oder im Wartehäuschen einer Bushaltestellte Unterschlupf. Landschaftlich war die Strecke sehr schön doch leider waren die verschneiten Berge über den Fjorden nur zeitweise zu sehen. Nach vielen Stopps erreichten wir schließlich über eine wieder 1 km lange und 35 m hohe Brücke Stokmarknes. Wir schauten uns etwas im Ort um und machten uns dann auf die Suche nach dem CP, die nicht ganz einfach war. Der Platz liegt abseits in einem Talgrund und als wir ankamen war niemand an der Rezeption. So beschlossen wir, da keine Schlüssel für die Hütten da waren, unser Zelt aufzustellen, als es erneut zu regnen begann. In der Küche des CP kochten wir uns Kaffee und aßen unser restliches Brot dazu. Ca. 1 Std. dauerte der heftige Schauer und danach gingen wir zurück zu unserem Zelt, um uns häuslich einzurichten. Später fuhren wir nochmals zum Einkaufen in den Ort und zum Abendessen gab es heute Pfannkuchen mit Marmelade. Um 21:30 Uhr, wir schliefen bereits, kamen die Betreiber des CP zum kassieren. Die Übernachtung im Zelt, samt kostenloser Nutzung von Dusche und Küche, kostete gerade mal 100,-- NOK.

   
Weiterfahrt nach Stokmarknes

   
Steile Auffahrt über die Brücke nach Stokmarknes

   
Düstere Wolken

   
Wir zelten mal wieder

   
Riesige Brücken

   
Es gibt Pfannkuchen


18.06.2015 Stokmarknes/Vesteralen – Kabelvag/Lofoten 60 km und 410 Hm
Schon beim Aufstehen lachte die Sonne von einem wolkenlosen Himmel. So waren wir froh, dass wir gestern bei dem Regenwetter unsere Fahrt so früh beendet hatten. Nach dem Frühstück trockneten wir noch unser Zelt und machten uns dann bei 11°C auf die Weiterfahrt. Eine traumhafte Landschaft erwartete uns und nach 17 Kilometern erreichten wir Melbu. Dort mussten wir noch einige Zeit warten bis die Fähre anlegte, die uns von den Vesteralen zu den Lofoten bringen sollte. Wir genossen die herrliche, 25-minütige Überfahrt mit tollen Ausblicken auf die verschneiten Berge. Es wäre schade gewesen, wenn wir diese herrliche Strecke beim gestrigen Schmuddelwetter zurück gelegt hätten. Auch die Weiterfahrt nach Svolvaer war herrlich und wir legten viele Fotostopps für die einmalig schönen Motive ein.
Die Möglichkeit zu haben, mit dem Fahrrad anzuhalten wo und wann es uns passt und die Aussicht so lange genießen zu können wie wir wollen, ohne auf die Uhr sehen zu müssen, das ist einfach genial.
Vor Svolvaer trafen wir einen schwedischen Radler, der uns die Jugendherberge in Kabelvag empfahl und vom CP in Svolvaer abriet. So schauten wir uns in Svolvaer um, kauften noch ein und dann ging es die wenigen Kilometer bis nach Kabelvag weiter. Dabei kamen wir noch an der Lofotenkathedrale vorbei und erreichten kurz darauf die Jugendherberge in Kabelvag, wo wir in einem 2-Bettzimmer unterkamen.

   
Auf dem Weg zur Fähre, die uns von den Vesteralen zu den Lofoten bringt

   

   
Die Fähre kommt

   
Erste Eindrücke von den Lofoten

   

   

   

   

   
Lofotenkathedrale von 1898

   
Alter Fischerort Kabelvag
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#10
19.06.2015 Kabelvag - Storfjord Camping 7 km vor Leknes 75,7 km und 634 Hm
Nach einem ausgezeichneten Frühstück starteten wir zur nächsten Etappe über die Lofoten. Nach 12 Kilometern machten wir einen Abstecher nach Henningsvaer, einem ursprünglichen Fischerort. Die Strecke dorthin verlief zwischen hohen Bergen auf der einen und dem Meer auf der anderen Seite. Über 2 Brücken erreichten wir Henningsvaer, das auf 2 vorgelagerten Inseln liegt. Hier wird auf riesigen Gestellen überwiegend Kabeljau durch Trocknung haltbar gemacht (Stockfisch). Dann ging es die 9 Kilometer wieder zurück zur Hauptstraße. Auch die Weiterfahrt auf der kurvenreichen und welligen Strecke vermittelte wunderbare Ausblicke und immer wieder hielten wir an, um die herrliche Landschaft zu bewundern. Heute trafen wir viele Radler und hielten immer wieder ein längeres Schwätzchen. Später verließen wir die Hauptstraße, auf der doch recht reger Verkehr herrschte, und fuhren auf einer sehr schmalen aber auch sehr ruhigen Nebenstrecke weiter. Entgegen der Wetterprognose herrschte vielfach ein sehr böiger Gegenwind. Die zahlreichen Buchten mussten jeweils komplett umfahren werden. Gegen 16:30 Uhr erreichten wir unseren CP, der ca. 7 km von Leknes entfernt an einem See liegt und stellten dort unser Zelt auf. Hier stand uns neben einer Küche ein sehr gemütlicher Aufenthaltsraum zur Verfügung.

   
Unterwegs nach Henningsvaer

   
Henningsvaer

   
Weiter nach Leknes

   
2 Norwegische Radler, die wir noch öfters trafen

   
Camping am See vor Leknes


20.06.2015 Storfjord Camping 7 km vor Leknes – Moskenes 65 km und 673 Hm
Um 8 Uhr machten wir uns zunächst auf den Weg nach Leknes, der zum warm werden über einen 135m hohen Rücken führte. Von dort unternahmen wir einen Abstecher ins Fischerdorf Balstad. Weiter ging es dann mit einer kleinen Fähre für Radler, bei der wir uns tel. angemeldet hatten, weiter nach Nusfjord, einem weiteren alten Fischerdorf. Viele Stockfische waren auf Gestellen aufgehängt und verströmten einen starken Fischgeruch. Die Überfahrt dauerte 1 Std. und wir trafen ein norwegisches Paar wieder, das wir schon mehrfach auf den Lofoten getroffen hatten. Gemeinsam gingen wir noch Kaffeetrinken, bevor wir wieder zur Hauptstraße fuhren. Den ganzen Tag ging es auf der kurvenreichen Strecke auf und ab. Der Gegenwind bremste uns etwas aus, aber die vielen tollen Ausblicke begeisterten uns während der Fahrt. Über viele Brücken und Tunnel und zahlreiche Buchten führte uns die Strecke nach Moskenes, wo wir auf dem CP unser Zelt bei vielen anderen Zelten aufstellten.

   
Auf dem Weg nach Balstad

   
Es geht auf die Radlerfähre

   
Wir wurden seetüchtig verpackt

   
Ein Stockfisch hat angebissen

   
Auf und ab nach Reine

   
Herrlich weißer Sandstrand

   
Reine

   
Eine Portion für hungrige Radler

   
Tägliche Arbeit

   
Um 2 Uhr nachts auf dem CP


21.06.2015 Moskenes – A – Reine – Moskenes 20,1 km und 229 Hm
Den Tag begannen wir ganz gemütlich mit einem ausgiebigen Frühstück in der Sonne. Die Wäsche wurde wieder einmal gewaschen, bevor wir uns mit unseren Rädern ohne Gepäck auf den Weg nach A, dem letzten Ort auf der Lofotenkette auf machten. Der Ort stellte sich dar wie ein Freilichtmuseum und bot viele reizvolle Motive. In einer traditionellen Bäckerei kauften wir noch Brot und Süßgebäck, was sehr lecker schmeckte. Danach ging es zurück nach Reine, einem ebenfalls sehr einladenden Ort. Nach der Rückkehr nach Moskenes unternahmen wir noch eine kleine Wanderung. So hatten wir einen wunderbaren und geruhsamen Ruhetag bei bestem Wetter.

   
Moskenes

   
Der Ort mit dem kürzesten Namen

   
A

   
Transiederei

   
A

   
A

   
Bäckerei in A

   
Moskenes

   
Reine
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