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"Neue Welt", Zugspitzmassiv, 11.4.09
#1
„Neue Welt“ Zugspitze, Schneefernerkopf
Tourenpartner: Tobias Bailer

   
   
Die „Neue Welt“ ist eine bekannte Steilabfahrt vom Schneefernerkopf durch die steilen Abbrüche des Zugspitzmassivs nach Ehrwald. Sie überwindet ca. 1700Hm und endet in Ehrwald an der Talstation der Ehrwalder Alm-Bahn. Die Steilheit beträgt max. 45 Grad an den schwersten Stellen und eine ca. 50m-Abseilstelle gibt dem Ganzen seine besondere Würze. Die Ausrichtung ist südwestlich. Vom Fernpass aus kann man die Abfahrt und das markante große Firnfeld, welches auch in der Karte als „Neue Welt“ eingezeichnet ist gut erkennen. In Ehrwald selbst, kann von der Talsstation der „Ehrwalder-Alm-Bahn“ die Abfahrt gut eingesehen werden. Einzig die Abseilstelle versteckt sich aufgrund ihrer verdeckten Lage im Schluchtgrund den Blicken des Betrachters.

Gehört haben wir schon so manches von dieser Abfahrt, aber trotz ihrer Bekanntheit wenig genaue Infos im Netz darüber gefunden. Aufgrund der noch außergewöhnlichen guten Schneelage erwarteten wir uns gute Bedingungen in der „Neuen Welt“. Auf dem Rückweg vom Pfitschertal konnten wir vom Fernpass einen ersten Blick auf die Abfahrt werfen und mit dem Fernglas ein wenig unsere „Line“ auschecken. In Ehrwald schauten wir uns dann von der Straße zur Ehrwalder Alm aus das Gelände in der Nähe des Steilabbruches an. Nachdem uns bisher nicht ganz klar war auf welcher Seite der Felsen am Steilabbruch die Abseilstelle zu suchen ist, erhofften wir uns hier Aufschluss zu finden. Von unten gesehen wirkt die linke Felsabbruchskante (von oben rechts) deutlich höher wie auf der Gegenseite. So dass wir annahmen uns bei der Abfahrt in Fahrtrichtung links am Abbruch orientieren zu müssen und hätten die Abseilstelle an einem markanten Turm in der Mitte vermutet. Bestärkt wurden wir in dieser Annahme noch durch einen Mitarbeiter der Bergbahn der vielleicht einfach rechts mit links verwechselt hat. Wir packten aufgrund dieser Unsicherheit mal ein paar Felshacken mit ein. Am Abend vor der Tour genossen wir noch die Sonne und grillten gscheidt. (der Abalakovfädler dient au guat als Grillhaken ).
   
   
   
Am nächsten Morgen gings gegen 9 gemütlich mit der Bahn hinauf auf die Zugspitze. Das Panorama mit Hoch- und Kleinwanner- Nordwand sowie der Blick hinunter in die Zugspitznordwand hielten uns ne Weile auf der Gipfelterasse fest. Als wir uns dann an die Abfahrt aus Platt machen wollten, waren bereits ca. 7 Leute im Aufstieg zum Schneefernerkopf und oben an der Schulter zu sehen.
   
Alleine, das war jetzt klar würden wir wohl nicht sein. Wir trugen die Ski noch ein paar Meter den Grat hinunter und schnallten sie dann an. Am Anfang gings recht ausgesetzt querend am Grat entlang mit Tiefblick aufs Skigebiet hinunter.
   
   
   
Skifahrerisch durchaus vergleichbar oder gar anspruchsvoller wie die spätere Abfahrt. Der Hang hinunter zum Skilift war dann ein wenig kropfert zu fahren aufgrund der noch gefrorenen Altlawinenschneerutsche. Am Lift angekommen dann bei gefühlten 20 Grad mit den Tourenskieren auf einer breiten Aufstiegsspur zur alten Sesselliftbergstation an der Schulter des Schneefernerkopfes aufgestiegen.
   
   
Wir hatten uns für die gängige rechte Variante im oberen Bereich entschieden. Der erste Hang fängt gleich mal steil mit 40-45 Grad an wird dann jedoch bald wieder flacher. Trotzdem, dass wir erst gegen 11 Uhr einfuhren war der erste Hang noch ziemlich harschig.
   
   
Ich steuerte Auf die Felsinsel zu Richtung der Rampe welche schräg von rechts nach links unten durch die Felsen führt und vom Fernpass aus durchgängig aussah. Weiter rechts waren jedoch deutlich die Spuren unserer Vorgänger zu sehen. Nach der Annahme, dass wir auf keinen Fall schlechter wie die breite „Masse“ fahren und keine Aufstiegsspuren zu sehen waren fuhren wir weiter rechts ab bis eine Felsstufe von 1m uns ausbremsten.
   
   
Die Stelle konnten wir ganz gut abspringen (Hauptsache Ski it auszoaga, der Schnee war hier schon weicher) und die darauffolgende Engstelle zw. den Felsen ließ sich mit Schussfahrt und leichtem Hochspringen ebenfalls ganz gut lösen.
   
   
Nach dem kleinen Adrenalinstoß gings im mittleren Hang wieder gemütlicher zu.
   
   
Wir surften etwas durch die Altlawinenschneereste durch und steuerten auf den Felsabbruch zu. Hier wähnten wir ja eigentlich die Abseilstelle bei einem Turm, zu welchem man durch eine kleine steile Rinne gekommen wäre. Am Anfang dieser Rinne sah es jedoch gar nicht so einladend aus da hinunterzufahren. Wir sahen auch keine Befahrungsspuren, jedoch recht viele rechterhand von uns. Diese leiteten auf den breiten Hang oberhalb der rechten Abbruchkante, also doch da lang. Mittlerweile hatte die Sonne den Deckel schon aufgeweicht, so dass der dritte Hang schön im Firn zu fahren war. Wir wedelten hinunter und sahen zwei Bergsteiger am linken Ufer des Hanges an den Felsen sitzen und warten. Bei ihnen angekommen war schnell klar wieso; es staute sich an der Abseilstelle. Mindestens 8 Skifahrer waren vor uns. Also erstmal Rucksack runter und gemütlich Pause machen. Die Kulisse ist genial und der Rastplatz an dem man die Ski abschnallen muss bequem.
   
Nachdem die Ersten ihr Seil dankenswerterweise den Nachfolgenden zur Verfügung stellten dauerte es dann doch nicht so lang. Das Stahlseil welches nach links zur Abseilstelle führte war anfangs auf ca.10m unterbrochen. Im Schnee ließ es sich jedoch ganz gut rüberlaufen.
   
Von der Abseilstelle hatte wir guten Blick in die Schlucht hinunter zu den Anderen, die unten in einer Art Gufel warteten. Sieht sehr spektakulär aus. Wir durften dann auch noch die Seile unserer Vorgänger benutzen und seilten ca. 50m hinunter. Bei weniger Schnee dürften es auch mal ein paar Meter mehr sein.
Die Abseilerei mit Ski aufm Buckel is scho recht lässig.
   
   
   
Nachdem das Seil abgezogen war fuhren Tobi und ich weiter die untere Rinne hinunter. Hier ist es nicht mehr so arg steil, aber deutlich enger als oben.
   
   
Der Schnee war arg sulzig und überall waren kleine Steine unterm Schnee eingestreut. An einer engen Stelle rutschte ich ein paar Meter schräg ab bis ein böses Knirschen und Kratzen von meinem Ski mich schmerzhaft an die Steine erinnerte. Gottseidank war die Kante noch drin, der Rest ist Kosmetik und stört nur den reinen Skitourenfetischisten. Also bloß nicht mehr Schrägrutschen.
   
Am Ende der Rinne kam dann noch eine Art Randspalte die aber bei uns noch fast völlig mit Schnee bedeckt war. Ab hier verliert sich die Rinne in einem breiten Hang unter der „Holzerwand“.
   
   
Wir machten ne kurze Pause und schauten den anderen noch bei der Abfahrt zu, bis diese zu uns aufschlossen. Nachdem diese ortskundig waren, ließen wir ihnen gerne den Vortritt und fuhren in immer noch sulzigerem Schnee schräg links auf eine breite Rinne zu, die immer schmaler wurde und schließlich einen Bach führte.
   
Am linken Ufer (rechte Uferseite war teils schon aper) gings etwas mühsam zwischen den Bäumen am Bach entlang bis wir zu einem Ziehweg kamen der den Bachverlauf quert. Ca. 100m sind wir auf diesem Weg nach links gegangen und dann, auf Empfehlung unserer Begleiter gerade über die Wiese zw. den Bäumen hinunter gestiegen.
   
Der Weg links führt wohl zur Teestraße, aber die „Abkürzung“ würde unten noch mal auf einen fahrbaren Hang treffen. Und so war es dann auch. Wir erreichten schließlich die Teerstraße und fuhren an ihr entlang bis zur Talstation der Ehrwalder Alm-Bahn ab an welcher wir so gegen 13.30 ankamen. Dank unseren kurzfristigen „Begleiteren“ sind wir recht gut mit den Ski hinuntergekommen und mussten kaum was tragen. Merci an dieser Stelle noch mal. Gegen 14 Uhr fuhr der Bus zurück zur Ehrwalder Zugspitzbahn und kurz darauf war au scho des erste Bier offen. Bei echten 21 Grad kam da trotz der eben erlebten Abfahrt richtig Sommerfeeling auf.

Die Abfahrt über die „Neue Welt“ hat uns beiden sehr gut gefallen und ist versierten Variantenfahrern, die sich in dieser Steilheit noch wohlfühlen sehr zu empfehlen. Die Kulisse und das Ambiente in der Tour, speziell nach der Abseilstelle sind wirklich grandios. Wer die Abfahrt dann noch mit einem Aufstieg per pedes im Winter/Frühjahr kombiniert hat eine echt rassige Tour.
Die Neue Welt als solche wäre trotz Abseilstelle übrigens auch im Aufstieg möglich. Erfordert dann jedoch kombinierte Kletterei mit Skischuhen und Steigeisen (und Ski aufm Buckel) bis geschätzt ca. III (Ob´s lohnend ist?).

Um die etwas ungenügenden Toureninfos im Netz aufzupeppen: im Folgenden eine ausführliche Beschreibung zur Orientierung.



Tourenbeschreibung „Neue Welt“ – Abfahrt:

Ausgangspunkt: Ehrwald (1000m, Tirol, Österreich)

Ausrüstung:
2x60m Halbseil, ein Eispickel bzw. Eisgerät, Steigeisen, Helm, Skitourenausrüstung

Zustieg:
Das Auto an der Ehrwalder Zugspitzbahn (1228m) parken, mit der Bahn zur Zugspitze hinauf (22 Euro für eine einfache Auffahrt).
Vom Zugspitzgipfel entweder einfacher mit der Bahn hinab aufs Skigebiet des Zugspitzplatt oder anspruchsvoller, mit den Skiern abfahren ins Skigebiet.
Dazu von der Gipfelterasse am Grat entlang in süd- bis südwestlicher Richtung (Stellen bis 50 Grad) und dann je nach Schneelage an geeigneter Stelle hinunter ins Skigebiet Richtung den höchsten Schleppliften. Entlang der Piste bis zur Bergstation des Liftes und dann weitere, ca. 150Hm hinauf zu der gut sichtbaren alten Bergstation eines abgebauten Sesselliftes an der Schulter des Schneefernerkopfes. Diese alte Bergstation ist auch von Ehrwald, und auch vom Fernpass (mit Fernglass) zu sehen und ist eigentlich nicht zu verfehlen.

Abfahrt:
Von der alten Bergstation weg gibt es gleich zwei verschiedene Wege den oberen Teil zu fahren. Am häufigsten wird im oberen Teil wohl die rechte (alle Richtungsangaben sind in Fahrtrichtung gesehen angegeben) Variante gefahren. Dazu zuerst den steilen oberen Hang hinunter (40-45 Grad) und rechts an einer Felsinsel vorbei die knapp oberhalb der Verflachung des Hanges liegt. Auf Höhe der Felsinsel müssen bei schlechter Schneelage evtl auch ausgeaperte Felsbänder überquert werden. Bei guter Schneelage führt auch ein Rampe schräg von rechts nach links durch die Felsen. Nach Umfahrung der „Felsinsel“ fährt man schräg nach links und folgt dem wannenförmigen mittlere Hang der wieder angenehm flach ist, jedoch oft von gefroreren Altlawinenschneerutschen bedeckt ist. Diesen Hang weiter hinunter Richtung des Steilabbruches. Schließlich nach rechts auf den dritten Hang fahren der nur mäßig steil noch weiter hinunter führt. Gegen Ende wird der Hang flacher, man halte sich links bis man in wieder relativ flachem Gelände an den Felsen linkerhand das Stahlseil erblickt, welches nach links zur Abseilstelle führt. Hier guter flacher Rastplatz sofern Stau an der Abseilstelle entsteht bei viel Andrang. Am Rastplatz kann in flachem Gelände problemlos die Ski abgeschnallt werden und meist auch ohne Steigeisen zur Abseilstelle gequert werden. Das Stahlseil ist mit Bohrhakenlaschen fixiert und führt nach links leicht absteigend oberhalb der felsigen Abbruchkante in etwa 20m zur Abseilstelle. Sollte das Stahlseil fehlen oder defekt sein kann einfach über die Bohrhaken gesichert werden. Am Ende des Stahlseiles ist ein Abseilringhaken mit alten Karabineren und ca. 3m darunter noch mal eine Abseilstelle. Die Abseilstrecke beträgt ca. 50-60m (je nach Schneelage) Unterwegs kommt noch mal ein Abseilstand, so dass wahrscheinlich auch ein zweimaliges Abseilen mit 60m Einfachseil möglich wäre. Vom Ende der Abseilfahrt gelangt man in die unterste Rinne. An ihrem Beginn gibt es links unter den Felsen eine Gufel in der, geschützt vor Steinschlag aus der Wand und vor steinelostretenden Abseilenden, abgewartet werden kann bis man die weitere Abfahrt sicher fortsetzen kann.
Die unterste Rinne ist deutlich schmaler als die obere Abfahrt, jedoch nie mehr steiler wie 40 Grad. Am Ende der Rinne, kurz bevor diese in den breiten Hang unter der „Holzerwand“ ausläuft kommt noch mal eine Art „Randspalte“. Anfang, bzw. Ende der Saison kann an dieser Stelle eine kleine, wenige Meter messende apere Felsstufe existieren, welche evtl abgeseilt werden muss (angeblich soll da irgendwo ein Bolt existieren).
Auf dem breiten Schneefeld am Ende der unteren Rinne gibt es nun wieder verschiedene Möglichkeiten des Weiterweges. Entweder man quert schräg links oberhalb des Waldes zur Ehrwalder Alm (dazu je nach Schneelage evtl von Vorteil wenn man ein kleines Stück Richtung Wetterkante noch aufsteigt) und dann zurück über die Piste zur Talstation der Ehrwalder Alm-Bahn oder man fährt gerade hinunter und versucht sich seitlich eines kleinen Bachbettes seinen Weg durch den dichten Wald hinunter zu bahnen (bei wenig, und sulzigem Schnee mit Snowboard wohl kein Spaß). Letztlich quert man bei der direkten Variante einen breiten Höhenweg der nach links verfolgt wird und zur Straße führt (Straße zwischen Talstation und Ehrwalder Alm). An der Straße entlang hinab zur Talstation.

Von der Talstation der Ehrwalder-Alm-Bahn kann mit dem Bus zurück zum Ausgangspunkt, der Ehrwalder Zugspitzbahn gefahren werden.


Variante im oberen Bereich:
Bei schlechter Schneelage kann die rechte Variante am Ende des ersten Hanges auf Höhe einer Felsinsel so ausgeapert sein, dass diese nicht, oder nur sehr erschwert fahrbar ist. Über den Zustand dieser Passage kann man sich von Ehrwald aus (Talsstation der „Ehrwalder-Alm-Bahn“ ) bereits ein Bild machen und seine Routenwahl festlegen. Sollte der rechte Bereich zu ausgeapert sein, dann muss auf die linke Alternativvariante ausgewichen werden. Für die linke Alternativvariante muss von Abfahrtsbeginn an unter den Felsen entlang nach links gequert werden bis man eine schmale Rinne erreicht die sehr steil (bis 50 Grad) hinunter in den flacheren mittleren Hang führt.



Gruß Alban
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#2
Nachdem ich die „Neue Welt“ von der Tour mit dem Alban noch bestens im Kopf hatte, benötigte es keine größeren Überredungskünste vom Christoph für eine neuerliche Abfahrt.
So ging es lediglich 5 Tage später wieder an die Zugspitze, zusammen mit Christoph und Holger welche beide auf Telemarkski unterwegs waren.
Mit dem „Gatterl-Ticket“ für 26€ ging es mit der Tiroler Zugspitzbahn bis aufs Platt. Da an den Schleppliften in Richtung Schneefernerkopf keine Ticketeingabe nötig ist nutzen wir auch noch diese Aufstiegshilfe.
Oben am Schneefernerkopf stellen wir fest das noch alles sehr hart ist und noch nicht aufgefirnt hat. Gemeinsam mit zwei weiteren Personen warten wir ca. 1 Stunde auf weichere Bedingungen. Morgens wollte die Sonne einfach nicht kommen und es wurde auch nicht warm.
Wir fuhren trotzdem los. Es war noch sehr hart und gerade im oberen Teil war es nicht ganz ohne zu fahren. Hier hatte es auch schon merklich weniger Schnee wie vor 5 Tagen.

    wenige Meter unterhalb des Schneefernerkopf

Konnte ich 5 Tage vorher mit dem Alban noch den ausgeaperten rechten Teil (alle Angaben im folgenden in Abfahrtsrichtung) ohne Skiabschnallen mit Sprüngen und anderen Skimanövern überwinden so war es jetzt nicht mehr möglich. Um trotzdem nicht tragen zu müssen wählten Christoph und ich eine Variante weiter links direkt oberhalb der Felsabbrüche.
Die Querung nach links erfolgte auf einem stellenweise ca. 1m breiten Schneerestchen welches noch auf den Felsen hing. Mit dem Pickel in der Hand kamen wir rüber. Auch das anschließende sehr steile und noch harte Stück (ca. 50°) war etwas heikel. Die anderen stiegen bis in den Mittelteil mit Steigeisen ab.

    Christoph in der Querung

    Christoph in der Querung

    Im Steilstück nach der Querung

    Der ausgeaperte rechte Teil


Im flacheren Mittelteil vor der Abseilstelle wurde es endlich firniger und es kam richtiges Skivergnügen auf. Einige Bilder aus dem Mittelteil:

   

   

   

   

   

    Kurz vor der Abseilstelle

Nach dem Abseilen war voll die Sonne dar und der Schnee wurde leider sehr tief und sulzig. Einige Bilder vom unteren Teil nach der Abseilstelle:

   

   

   

   

   

Am Ende der Steilheiten wählten wir nicht wie vor 5 Tagen den direkten Weg Richtung Talstation der Ehrwalder-Alm-Bahn.
Ich wollte mir mal die Möglichkeit der langen Linksquerung zur Ehrwalder Alm anschauen. Auch hier hatte es schon wenig Schnee und wir mussten stellenweise die Ski tragen.

    Auf dem Weg zur Ehrwalder Alm

Bei ausreichender Schneelage dürfte diese Variante aber die angenehmere sein. Noch besser dürfte es sein wenn man vom Ende der Schwierigkeiten auf der „Holzer Wies“, wenige Meter Richtung Einstieg der Wetterkante aufsteigt, um anschließend ohne Waldberührung unter der Felswand durchfahren kann bis zur Piste bei der Ehrwalder Alm.

    Querungsmöglichkeit unter den Felswand

Von der Ehrwalder Alm geht es flott über die Piste zur Talstation. Leider hatte die Bahn schon geschlossen und es fuhren keine Busse mehr. Wir hatten aber Glück und ein freundlicher Tourist fuhr uns mit seinem Auto zurück zur Tiroler Zugspitzbahn.

Viele Grüße
Christoph, Holger und Tobias
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#3
Bin mit Hans letzten Dienstag (05.03.13) die neue Welt gefahren.

Trotz Föhn und 10°C in Ehrwald erstaunlich hart. Bis unten eigentlich kein Auffirnen obwohl erst um 16Uhr Eingefahren.
Mittlerweile ein paar Nassschneerutsche drin. Alles in allem weniger "gach" als ich erwartet habe. Stahlseil und Abseilring Ok. Dem Fahrweg im Wald nicht nach rechts folgen. Der hört auf und ein Tobel fängt an.

Grüße Stef.
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