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Normale Version: Toedi (3614m) Glarner Alpen
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Mit Reiner breche ich Freitag nach der Arbeit noch auf, die Fridolinshütte auf dem Weg zum höchsten Punkt der Glarner Alpen zu erreichen. Das Programm ist sportlich. Um halb sieben solls Nachtessen geben und wir sind um viertel vor vier noch 1300hm und min 5 Radkilometer von unserem Ziel entfernt. Halb sieben haben wir dann auch bei weitem nicht geschafft, da wir die Bikes doch oft geschoben haben, bei einem 20kg Rucksack mit Skischuhen und Ski dran auch kein Wunder. Trotz 3 kleinen Schneefeldern bekommen wir die Räder aber gut bis Hintersand. Hier geht es mit Ski weiter, aber nur bis in den Wald, danach trägt man sie nochmal bis das lange Tal Richtung Beginn des Bifertenfirns führt. Hier geht es erst flach dann aber knackig steil bis zur Moräne über der dann zur Fridolinshütte steht. Wenn auch beim Aufstieg die Ski abgezogen werden, kann man beim Abfahren gut auf dem Gletscher bleiben.
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Bei ganz hervorragender Bewirtung empfing man uns auf der Hütte freundlich obwohl wir eine 3/4 h zu spät waren. Wir hoffen unser Bierkonsum hat den Mehraufwand wieder raus geholt Smile .

Am nächsten Morgen geht's um 5Uhr los. Will man noch einigermaßen Verhältnisse haben ist das momentan zu empfehlen, da die Nächte doch nicht mehr sehr kalt werden.

Zum Tagesanbruch sind wir unter dem ersten Eisbruch, den wir in der Mitte durchqueren, problemlos.

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Bald geht im Glarner Land die Sonne auf und der Tag empfängt uns strahlend.

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Nach dem 2. Eisbruch, der zwar deutlich zerrissener aber auch mittig sehr gut zu begehen ist, wird es flacher. Im Bruch bietet es sich an 2 mal die Ski kurz ab zu schnallen, dann ist es angenehmer. Geht aber auch ohne.

Über dem 2. Bruch kommt man bald in die Sonne. Es ist Zeit für eine ausgiebige Rast!

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Der Weiterweg führt an wilden Eisformationen vorbei. Das Ambiente der Tour ist absolut 4000er verdächtig.

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Der Schlussspurt zieht sich ein wenig, immer wieder steilt sich das Gelände auf. Aber irgendwann hat man das Ende es Berges erreicht.

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Und kann das Panorama genießen, man sieht bis in die Walliser Berge, toll.

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Nun schauen wir aber dass wir runter kommen, die Schneerus kann man nur morgens sicher befahren und durch den 2. Bruch wollen wir eigentlich nicht rutschen müssen.

Reiner zieht elegante Telemarkschwünge in den bereits sehr weichen Schnee.

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Die Einfaht in die Schneerus ist erst etwas unheimlich, aber wenn man zügig fährt, ist man ja fast so schnell wie die Nassschneerutsche Smile .

Aber eng ist's auch. Trotz der Vorliebe des Telemarker Tüflis für weite Hänge, zieht er hier sauber runter.

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Und dynamisch unten raus.

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Nun gibt's noch eine schöne Carvingpiste im Schatten und sehr üblen Hasch beim letzten Steilstück, bevor es die Ski wieder auf den Rücken zu dem kleinen Rucksäckchen zieht.

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Unten könnt man dann nochmal 200hm fahren, das sparen wir uns und rennen das letzte Stück nach dem Wald zum Bike.

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Nun kommt ein Heidenspass, mit dem Bike den steilen Forstweg runter, an armen Seelen vorbei die in Skischuhen runter laufen.

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Tolle Skitour auf den Tödi. Auch wenn ich den Berg schon kannte immer wieder lohnend.

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Facts:
Tödi (3614m) Glarner Alpen
2800mH und min. 5km auf Forstweg
Ideal wenn man den Forstweg skien kann oder mit dem Bike fahren.
Stützpunkt: Fridolinshütte (sehr empfehlenswert)
Ausrüstung: Skihochtour mit ernstem Gletscher, Seil und Gletscherausrüstung notwendig.
Gefahren: Eisschlag zw. 1. und 2. Bruch. Spalten, Steinschlag und Nassschneelawinen in der Rus durch Erwärmung. Bei langer Sonneneinstrahlung besser durch den 2. Bruch fahren.
Freuden: Gewaltige Skitour auf einen 1a Aussichtsberg.